Umgang mit Daten ist noch zu klären
Bing Streetside: Datenschützer gestatten Kamerafahrten
Microsoft startet nun am 23. Mai seine Kamerafahrten für den Foto-Straßendienst Bing Streetside. Noch konnten sich der Konzern und die zuständigen deutschen Datenschützer aber nicht darüber einigen, wie anschließend mit dem aufgenommenen Material umgegangen wird. Dennoch hat das zuständige bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht Medienberichten zufolge dem Unternehmen die Erlaubnis für die Fahrten erteilt.

Microsoft darf zunächst also erst einmal die Daten erfassen. Ab dem 23. Mai werden die Streetside-Autos durch Nürnberg, Erlangen, Fürth sowie das Umland von Augsburg fahren. Noch im Juni folgen dann Augsburg, München, Ingolstadt, Regensburg, Offenbach und die Rhein-Neckar-Region. Ursprünglich sollten die Fahrten bereits am 9. Mai starten, schon im Sommer will Microsoft die ersten Bilder online stellen.
Streit um Vorabwiderspruch
Einen Vorabwiderspruch gegen die Veröffentlichung wie bei Google Street View soll es aber nicht geben, Nutzer können erst nachträglich ihre Bilder aus dem Dienst entfernen lassen. Diese Regelung war auf herbe Kritik bei Datenschützern und Politikern gestoßen. Der Dienst sei damit schlimmer als Street View, empörte sich beispielsweise Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner.
Die Verbraucherzentralen veröffentlichten sogar bereits einen Musterbrief für einen Vorabwiderspruch und forderten empörte Nutzer auf, diesen an Microsoft zu senden. Dem Unternehmen aus Redmond droht damit ein ähnlicher Streit wie Konkurrent Google, der im vergangenen Sommer mit seinem Foto-Straßendienst Street View wochenlag für Schlagzeilen sorgte.
