Wie man Erweiterungen des Browsers steuert

Anleitung: Plugins im Safari-Browser an- und abschalten

Nachdem der Internet Explorer kürzlich in Version 9 vorgestellt wurde, landet der Browser über automatische und manuelle Updates nun langsam auf einem Großteil der Windows-PCs. Neben Mozilla Firefox 4 wird für Windows auch der Safari-Browser immer interessanter, der sich mit Plugins sehr leicht erweitern lässt.

Apple bietet auf seiner Webseite eine Übersicht der neun wichtigsten Plugins für Safari. (Bild: Netzwelt)
Apple bietet auf seiner Webseite eine Übersicht der neun wichtigsten Plugins für Safari. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1In Windows und Mac OS X
  2. 2Flash, QuickTime und PDF
  3. 3Fazit
Werbung

Sofern der Nutzer mit einem Mac arbeitet, besitzt er sowieso bereits eine Kopie des Webbrowser Safari, da dieser ein integraler Bestandteil von Mac OS X ist. Der Browser basiert auf einer freien Rendering Engine namens WebKit, die beispielsweise auch im Konqueror unter KDE eingesetzt wird. Die Entwickler haben Safari ein mehrstufiges Plugin-Konzept verpasst: Neben den sogenannten Extensions, die bestimmte Funktionen zum Beispiel für die Erstellung von Screenshots nachrüsten, unterstützt die Anwendung auch klassische Plugins.

In Windows und Mac OS X

Im Gegensatz zu Mac OS X gibt es unter Windows im Safari-Browser keine Möglichkeit, die installierten Erweiterungen anzuzeigen - außer der Nutzer sucht direkt den Plugin-Ordner im Windows Explorer auf. Dieser nennt sich analog zu seinem Zweck einfach "plugins" und liegt direkt unterhalb des Safari-Hauptverzeichnisses. Standardmäßig besitzt Safari unter Windows ein Plugin für die Java-Integration, um Applets in der Programmiersprache ausführen zu können. (Das ist zum Beispiel für das Steuerprogramm Elster wichtig.)

In Mac OS X gibt sich der Browser komfortabler: Im Hilfe-Menü existiert ein entsprechender Eintrag, über den der Nutzer eine Liste aller installierten Erweiterungen anzeigen kann. Dabei gibt der Safari-Browser eine exakte Übersicht aller MIME-Kennungen (die für einen bestimmten Dateityp stehen) und deren Zuordnung zu einem bestimmten Plugin an. Ferner präsentiert Safari zu jedem Plugin eine Beschreibung und den Namen der Datei, in der es bereitgestellt wird. In Mac OS X gibt es gleich zwei Ordner, an denen ein Plugin abgelegt werden kann: Im Library-Ordner des Systems gibt es ein Verzeichnis namens Internet Plug-Ins, in dem die standardmäßigen Erweiterungen ihren Platz gefunden haben - und diese gelten für alle Nutzer. Solche Plugins, die lediglich für eine einzige Person gelten, landen im Library-Order des Benutzerkontos.

In den Einstellungen des Browser kann der Nutzer global alle Plugins deaktivieren. (Bild: Netzwelt)
In den Einstellungen des Browser kann der Nutzer global alle Plugins deaktivieren. (Bild: Netzwelt)

Flash, QuickTime und PDF

Egal ob Windows oder Mac OS X: In den Einstellungen des Browsers kann jeder Nutzer im Sicherheits-Reiter festlegen, dass Plugins generell nicht ausgeführt werden sollen. Das ist aber nicht immer sinnvoll, da der Schalter dann alle Plugins auf einen Schlag wegsperrt - meist möchte man nur eine einzige Erweiterung abschalten, häufig auch nur für kurze Zeit. Das erledigt man am schnellsten, indem einfach die entsprechende Datei aus dem jeweiligen Plugin-Verzeichnis gelöscht wird - ohne Neustart ist die Erweiterung dann im Safari-Browser abgeschaltet. Nutzer sollten gegebenenfalls die Plugin-Datei nicht wirklich löschen, sondern in einen sicheren Ordner kopieren, nur so ist eine uneingeschränkte Wiederherstellung auch später noch möglich.

In Mac OS X gibt es neben dem Java-Plugin, das man auch aus Windows kennt, ab Werk auch einen Flash-Player, der sich auf diese Weise gezielt entfernen lässt. Der Safari unterstützt zuverlässig die Medienwiedergabe mit HTML5, sodass sich ohne Flash-Player ein wenig CPU-Leistung und Akkulaufzeit beim Surfen im Batteriemodus sparen lässt. Außerdem verfügt der Apple-Browser in Mac OS X über eine Möglichkeit, mittels Integration des QuickTime-Players auch direkt Videos wiederzugeben. Die Anzeige von PDF-Dokumenten erfolgt dagegen ganz ohne Plugin mittels Vorschau, sofern nicht der Adobe Reader eingesetzt wird.

Fazit

Der Safari-Browser bietet im Gegensatz zu Mozilla Firefox derzeit keine sinnvolle Möglichkeit, die installierten Plugins exakt zu steuern. So kann der Nutzer mit Bordmitteln zum Beispiel nicht den Flash-Player abschalten und gleichzeitig die Java-Integration behalten - außer, er begibt sich in die Untiefen der Plugin-Ordners. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich Apple in der nächsten Safari-Version endlich konkret des Problems annimmt.

Links zum Thema

Kommentieren