Eine Schuhnummer zu groß
Im Kurztest: Shadow Harvest: Phantom Ops
"Shadow Harvest: Phantom Ops" will jede Menge 3rd-Person-Action mit Taktik und Schleicheinlagen verbinden und legt sich so mit hochkarätiger Konkurrenz wie "Call of Duty", "Battlefield", "Crysis 2" oder "Splinter Cell" an. Ist es überhaupt möglich, in diesem Umfeld noch überragende neue Akzente zu setzen, die einen Kaufanreiz schaffen?
Shadow Harvest - *REUP* Work-in-Progress-Trailer: Dieser Trailer zeigt den Third-Person-Shooter Shadow Harvest in einem Work-in-Progress-Zustand. Spieler erhalten dadurch einen Einblick in den Stand der Entwicklung und sehen, dass sie in Shadow Harvest beispielsweise Gebäude zerstören können. Erscheinen wird der Titel für die Xbox 360 und den PC. Zum Video: Shadow Harvest - *REUP* Work-in-Progress-Trailer
2025 in Somalia: Ein diktatorischer Staatschef, dubiose Waffengeschäfte, Korruption und Gewalt, wohin das Auge reicht. "Shadow Harvest" bietet alle Beigaben für einen taktisch gefärbten, virtuellen Guerilla-Krieg, für verdeckte Manöver, bei denen vor allem schnelles, entschlossenes Handeln mit viel Fingerspitzengefühl gefordert ist.
Leider ernüchtert jedoch schon die biedere angestaubte Präsentation der ersten Spielszenen - erst recht in einer Zeit, in der gerade der Hochglanztitel "Crysis 2" in aller Munde ist. Mit dem Helden Aron Alvarez durchquert man klotzig-kantige Häuser und triste Stadtviertel, ist enttäuscht von den wenig geschmeidigen Animationen der Charaktere und dem mageren Effektfeuerwerk bei den Begegnungen mit den computergesteuerten Widersachern. Letztere sind übrigens nicht gerade mit einem Übermaß an Intelligenz gesegnet und legen deshalb kaum forderndes taktisches Verhalten an den Tag.
Interessant immerhin: Myra Lee, neben Alvarez die zweite steuerbare Figur, verfügt über zahlreiche Mittel, aus dem Verborgenen zu agieren und ihre Opfer beispielsweise auch mit heimtückischen Injektionen unschädlich zu machen. Wenn es den Spieler allerdings selbst erwischt hat, braucht er nicht auf automatische Heilung zu hoffen. Stattdessen gilt es, sich wie anno dazumal auf die mühsame Suche nach gut versteckten Medi-Packs zu machen.
Im Test: Shadow Harvest: Phantom Ops
"Shadow Harvest", das erste Spiel des deutschen Entwicklers Black Lion Studios, bietet überambitionierte Actionkost. (Bild: Namco Bandai Games)
Mogadischu im Jahr 2025 - und Held Aron mittendrin. (Bild: Namco Bandai Games)
"Shadow Harvest" kann sich zwar nicht mit dem ebenfalls aus Deutschland stammenden Edel-Shooter "Crysis 2" messen. Ansehnlich sind die Explosionen dennoch. (Bild: Namco Bandai Games)
Irgendwann wechselt das Spiel die Erzählperspektive - und der Spieler schlüpft in den hautengen Anzug der Spionin Myra. (Bild: Namco Bandai Games)
Vielleicht wäre bei "Shadow Harvest" einfach weniger mehr gewesen. So haben die Entwickler zwar viele Einzelelemente zusammengetragen, die in anderen Spielen bereits hervorragend funktionierten, aber kaum Neues hinzugefügt. Das Manko von "Shadow Harvest": Das Spiel kann schon in technischer Hinsicht nicht mit der aktuellen Konkurrenz mithalten und macht bei der Story auch nichts so gut, dass man gerne über die kleineren und größeren Macken der angestaubten Präsentation hinwegsehen würde. Unter diesen Umständen fällt es schwer, sich vorzustellen, wer sich diesen ehrgeizig konzipierten, aber unzureichend umgesetzten Genre-Mix eigentlich auf die Festplatte schaufeln soll - zumal auch ein Mehrspielermodus fehlt und somit als schlagendes Kaufargument wegfällt. Schade!
Datenblatt
| Shadow Harvest: Phantom Ops | |
| Spielname | Shadow Harvest: Phantom Ops |
| Hersteller | Black Lion |
| Vertrieb | Namco Bandai Partners |
| Genre | Action |
| Erhältlich ab | 15.04.2011 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 4014658405977 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene |
| Alter | ab 18 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | Minimum-CPU mit 3,2 GHz, 2 GB RAM, 3D-Grafikkarte mit 512 MB RAM, 8 GB Festplattenspeicher |
| Bewertung Grafik | befriedigend |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | ausreichend |
| Bewertung Gesamt | ausreichend |
| System | PC |
Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst

Hallo Andreas, zunächst danke für deinen Input. Wie du schon sagtest, bei Spiele-Reviews spielt viel eigener Geschmack des Testers in den Test mit ein. Hinzu kommt der Wunsch, in möglichst wenig Text...
Jaja, die Grafik, kann ja kein gutes Spiel sein, wenn sie nicht mindestens genauso gut ist wie die von Crysis 2... Wenn man Spiele schon bewertet, dann sollte man es ordentlich machen und...