Einigung auf 105 Millionen US-Dollar
Wegen Urheberrechtsverletzungen: Limewire zahlt Millionen an Musikindustrie
Nach jahrelangem Rechtsstreit haben sich die Internet-Tauschbörse Limewire und die Musikindustrie vor Gericht geeinigt: Nach dem Vergleich zahlt Limewire eine Summe in Höhe von 105 Millionen US-Dollar. Grund für die Auseinandersetzungen waren Copyright-Verletzungen.

Die Summe muss Limewire an den Branchenverband der Musikindustrie RIAA überweisen. Die RIAA war der Kläger in dem Verfahren und hatte zuletzt 1,4 Milliarden US-Dollar als Ausgleichzahlungen wegen Urheberrechtsverletzungen gefordert.
Da die Musiktauschbörse bereits gerichtlich geschlossen wurde, muss Limewire nicht direkt, wohl aber ihr Gründer Mark Gorton bezahlen. Der Multimilliardär hat an der Börse viel Geld verdient und dürfte die Summe aufbringen können.
Klage vor fünf Jahren eingereicht
Limewire wurde bereits 2000 gegründet. 2006 reichten Musiklabels und die RIAA die Klage gegen die Musiktauschbörse ein. Limewire wurde darin der Piraterie beschuldigt: Das Unternehmen ermögliche den Up- und Download von Songs, ohne dafür Rechte eingeholt zu haben, hieß es von Seiten der Kläger. Doch erst im letzten Jahr erteilte ein New Yorker Gericht eine Verfügung zur Schließung der Musiktauschbörse.
Der jetzt erzielte Vergleich zwischen Limewire und der Musikindustrie wurde bereits am Donnerstag, 12. Mai, verkündet. Vor fünf Jahren musste auch die Tauschbörse Kazaa eine hohe Summe im Rahmen eines Vergleichs zahlen. Damals einigte man sich auf eine Abfindung in Höhe von 115 Millionen US-Dollar. Gegen die Tauschbörse waren damals ebenfalls die RIAA vorgegangen und der Musikindustrieverband IFPI.
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nu aber mal ganz doof gefragt: wo geht das geld denn hin?!? wird den künstlern der "schaden" erstattet?!? bzw. wie soll man das gerecht verteilen???