Netzpolitik.org-Macher über sein Blog, die Republica und den Digitale Gesellschaft e.V.
Markus Beckedahl im Gespräch: "Wir haben ein Generationenproblem"
Markus Beckedahl ist Mitgründer der Berliner Webagentur Newthinking und einer der bekanntesten Blogger der Bundesrepublik. Seit dem Jahr 2002 schreibt er auf Netzpolitik.org zusammen mit Kollegen zu netzpolitischen Themen rund um Zensur, Online-Sperren, Vorratsdatenspeicherung, Datenschutz, Urheberrecht und Co. Er ist ein gefragter Gesprächspartner im Berliner Politikbetrieb und organisiert die re:publica-Konferenz, auf der sich jedes Jahr im April die wichtigsten Netzgrößen treffen. Netzwelt hat mit ihm über sein Blog, den Umgang mit der Politik, die re:publica 2011 und den neuen Verein Digitale Gesellschaft gesprochen.
Netzwelt: Guten Tag Herr Beckedahl. Ihr Blog Netzpolitik.org ist eines der wichtigsten Meinungsmedien zum Thema Netzregulierung, Datenschutz, Urheberrecht und Co. Können Sie eigentlich noch klar thematisch eingrenzen, welches Spektrum Netzpolitik denn genau abdeckt?
Beckedahl: Grob zusammengefasst beschäftigt sich Netzpolitik.org mit der Frage, wie das Internet die Politik und unsere gesamte Gesellschaft verändert - und wie Politik wiederum das Internet verändert.
Netzwelt: Können Sie einschätzen, welchen Wandel es seit unserem letzten Gespräch gegeben hat?
Beckedahl: Seit dem letzten Gespräch mit netzwelt im Jahr 2007 hat sich eine ganze Menge getan: Das Internet wird heute politisch und gesellschaftlich ernster genommen. Bis vor wenigen Jahren dachten einige Leute offenbar, das Internet würde irgendwann einmal wieder verschwinden und hätte nicht so weitreichende Auswirkungen auf alles im Leben. Mittlerweile schaut die Politik ein bisschen bewusster hin und nimmt das Netz nicht mehr nur als Raum für allerlei Gefahren wahr, sondern erkennt auch dessen Chancen.
Netzwelt: In den letzten vier Jahren hat es aber nicht unbedingt einen großen Wechsel in der Politik gegeben. Glauben Sie, die Politiker verstehen heute besser als damals, was im Internet vonstatten geht?


Digitaltechnik spaltet die Gesellschaft zunehmend. Das hat die Rede des Innenministers in einem Lokschuppen erneut gezeigt. Seine 14 Thesen sind richtig, seine Worte sprechen allerdings nicht die "Digital Natives" an.
Spätestens seit dem Jahr 2007 sind Weblogs in den Vereinigten Staaten ein fester Bestandteil der politischen Medien - der Wahlkampf von Barack Obama wurde nicht zuletzt im Netz entschieden. Einige Blogger haben mit den Kommentaren zu Politik und Wirtschaft beinahe Promistatus erreicht und üben großen Einfluss aus.
Eine klügere Netzpolitik: Das ist das Ziel des neu gegründeten Vereins "Digitale Gesellschaft". Die Organisation will die Sicht der Nutzer vertreten und wurde im Rahmen der Blogger-Konferenz re:publica gegründet.
Im Internet braut sich gerade was zusammen. Es ist vielleicht nicht "das nächste große Ding", und auch keine flippige Startup-Business-Social-Media-Idee aus Kalifornien. Es geht um die "Digitale Gesellschaft".
Die re:publica ist eine der beliebtesten Veranstaltungen rund um das Thema Soziale Netzwerke, Online-Medien und den Wandel zu einer digitalen Gesellschaft. Im Interview mit netzwelt klärt Geraldine de Bastion über Ziele, Themen und das Motto des diesjährigen Events auf.
Den Vorstand des neu gegründeten Vereins CNetz bilden die beiden CDU-Politiker Thomas Jarzombek und Peter Tauber. Sie sind Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft.
Adoptier Deinen Abgeordneten: Der Verein Digitale Gesellschaft hat auf der re:publica ein neues Webportal präsentiert, das für mehr Dialog zwischen Politikern und Internetnutzern sorgen soll.





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insgesamt 1 BeitragWie es ein anderer mal so schön formuliert hat: Der große gesellschaftliche Graben des 20. Jahrhunderts verlief zwischen 'links' und 'rechts'; Aber abgesehen von den jeweiligen extremen hat diese Unterscheidung...