NASA-Raumsonde Dawn

Sichtkontakt: Erstes Foto des riesigen Asteroiden Vesta

Nach mehr als dreieinhalb Jahren nähert sich die NASA-Raumsonde Dawn ihrem ersten Ziel: dem Asteroid Vesta. Erstmals konnte die Raumsonde mit Hilfe eines deutschen Kamerasystems ein Bild von dem Asteroiden schießen. Allerdings ist darauf kaum etwas von Vesta zu erkennen.

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Das erste Foto von Vesta der Raumsonde Dawn. Es wurde bearbeitet, um die wahre Größe von Vesta zu zeigen. Vesta ist der kleine, helle Fleck in der Mitte vom Bild. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)
Das erste Foto von Vesta der Raumsonde Dawn. Es wurde bearbeitet, um die wahre Größe von Vesta zu zeigen. Vesta ist der kleine, helle Fleck in der Mitte vom Bild. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)
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Vesta erscheint auf dem Bild lediglich als ein winziger weißer Punkt, umgeben von einigen Sternen. Das Foto wurde aus einer Entfernung von 1,21 Millionen Kilometer aufgenommen. Mit einem Durchmesser von 530 Kilometern ist Vesta laut NASA der zweitgrößte Asteroid im Asteroidengürtel. Die Ansammlung von Asteroiden befindet sich zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter.

Aufnahmen dienen zunächst der Navigation

Auch wenn das Bild derzeit noch keine genauen Informationen über die Beschaffenheit von Vesta liefert, ist es wichtig, dass die Raumsonde jetzt Blickkontakt mit dem Asteroiden hat. Denn jetzt dienen die Aufnahmen der sogenannten "Framing Camera" zunächst für die Navigation der Raumsonde. Mit Hilfe der Bilder kann die Flugbahn von Dawn genau bestimmt und so die Steuerung des Raumschiffes deutlich verbessert werden. "Wir fliegen nicht mehr blind", kommentierte Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Bild.

Die Raumsonde wird voraussichtlich am 16. Juli 2011 in die Umlaufbahn von Vesta eintreten und circa ein Jahr lang um den Asteroiden kreisen. Ab August wird das deutsche Kamerasystem dann Aufnahmen vom Asteroiden schießen. Dadurch können Wissenschaftler dann ein dreidimensionales Oberflächenmodell des Asteroiden erstellen. Sie erhoffen sich Antworten zur Entstehung und Entwicklung von Vesta zu gewinnen. Zwar gibt es bislang schon Aufnahmen des Asteroiden von Teleskopen, allerdings zeigen die nicht genau die Oberflächen-Struktur.

Zweites Ziel: Asteroid Ceres

Nach einem Jahr wird Dawn dann weiter zu ihrem zweiten Ziel fliegen: dem noch größeren Asteroiden Ceres. Ceres wird die Sonde dann im Jahr 2015 erreichen. Neben den Aufnahmen der Oberflächen der beiden Asteroiden wird Dawn auch eine Reihe von Messungen durchführen, die zum Beispiel den Aufbau und die Beschaffenheit betreffen. Diese Informationen von Vesta und Ceres werden dann miteinander verglichen. Forscher möchten dadurch einige Fragen zur frühen Geschichte von unserem Sonnensystem klären.

Insgesamt wird Dawn auf der Reise, die im September 2007 begann, rund fünf Milliarden Kilometer zurückgelegen. Bis zum Zeitpunkt der Aufnahme von Vesta war die Raumsonde etwa 2,6 Milliarden Kilometer unterwegs. Die beiden Raumsonden der Voyager-Mission haben einen noch weitere Reise vor sich. Seit rund 33 Jahren sind Voyager 1 und 2 auf dem Weg zum Ende unseres Sonnensystems.

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