Neue Stufe der Rivalität
Erbitterte Konkurrenten: Facebook zieht Google in den Schmutz
Das weltweit größte Soziale Netzwerk Facebook hat offenbar eine PR-Agentur damit beauftragt, gezielt negative Nachrichten über Konkurrent Google in den Medien zu verbreiten. Das berichtet der US-Technikblog Engadget.
Facebook hat die Vorwürfe auf Druck von US-Medien mittlerweile eingeräumt. Das Unternehmen habe die Schutzkampagne gegen den Konkurrenten aus zwei Gründen angezettelt: Zum einen glaube Facebook, dass Google die Privatssphäre von Nutzern verletzte und zum anderen bestehe der Verdacht, dass Google über Facebook-Nutzern gesammelte Daten missbräuchlich nutze.
Erbitterte Konkurrenten
Beide Unternehmen sind seit längerem verfeindet. Google versuchte mehrfach erfolglos die Vormacht von Facebook im Social-Media-Bereich zu brechen. Beispiele hierfür sind die Produkte Google Buzz oder Google Wave. Der neueste Angriff auf Facebook ist Googles +1-Button.
Facebook hingegen versucht seit neuestem, im vom Google dominierten Mobilfunkmarkt ein stärkeres Gewicht zu erlangen. Das Unternehmen unterhält mehrere Kooperation mit Handy-Herstellern, die Facebook-Funktionen stärker in ihre Android-Smartphones integrieren wollen. Zudem positionierte sich das Soziale Netzwerk in der Frage der Netzneutralität als Gegenspieler von Google.


Deutsche Printverlage überhäufen derzeit das soziale Netzwerk Facebook mit den Inhalten ihrer Onlineangebote. Sie fordern, dass die Verlagswirtschaft an den Werbeeinnahmen von Facebook beteiligt werden, da das Unternehmen durch ihre Inhalte und personalisierter Werbung den Nutzen trägt.
Derzeit mehren sich die Gerüchte, dass der Suchmaschinengigant Google mit "Google Me" mit Hochdruck ein soziales Netzwerk entwickelt. Ganz offiziell hingegen arbeitet Facebook an der eigenen Suche weiter und zeigt nun auch durch Facebook Connect eingebundene externe Webseiten an.
Facebook arbeitet einem Bericht des Technik-Blogs TechCrunch zufolge an einem eigenen mobilen Betriebssystem. Dieses soll auf einem Facebook-Handy zum Einsatz kommen. Das Unternehmen dementiert die Meldung.
Microsofts Suchmaschine Bing nutzt künftig Facebook-Informationen, um die Suchergebnisse zu verbessern. Nutzer sollen damit Produktentscheidungen leichter fällen und schneller Personen finden können.
Der Internetkonzern Google will Facebook keinen Zugriff mehr auf die E-Mail-Konten seines Dienstes Gmail gewähren, da das soziale Netzwerk nicht gewillt ist, seinerseits Exportfunktionen anzubieten.
Facebook fürchtet Konkurrent Google offenbar stärker als angenommen. Eine geplante Schmutzkampagne gegen den Such-Giganten wird nun aber zum Boomerang für das weltweit größte Soziale Netzwerk.
Vereinzelt wurden Nutzer von Google+ am Sonntag mit Benachrichtigungs-E-Mails überschüttet. Ein überfüllter Server war für die Panne verantwortlich, teilte Google mit. Dem Erfolg des Dienstes tut dies aber keinen Abbruch.





Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeSpion vs Spion
Oh wie gut, dass uns Facebook, weithin bekannt als unser aller Freund und Vorreiter in Sachen Datenschutz, nun gegen Google, die Wurzel allen Übels helfen will... -.- Soviel Dreistigkeit würde fast...