Acht Minuten in der Luft
Jetman: Erfolgreicher Flug über den Grand Canyon
Der Schweizer Yves Rossy ist allgemein wohl besser bekannt als der "Jetman". Nachdem Rossy bereits 2008 den Ärmelkanal überflogen hat, hat der Jetman jetzt den Grand Canyon mit seinem Fluggleiter überquert. Damit hat er seinen ersten Flug in den USA erfolgreich absolviert.
Rund acht Minuten hat der Flug vom Jetman über den Westteil des Grand Canyons gedauert. Rossy ist dafür von einem Helikopter gestartet, der über dem Grand Canyon in etwa 2,5 Kilometern Höhe geflogen ist. Der Schweizer erreichte mit seinem Jet-betriebenen Fluggleiter eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunden. Dabei schwebte Rossy rund 60 Meter über dem Rand der riesigen Schlucht. Mit Hilfe eines Fallschirms ist der Jetman dann anschließend sicher am Boden des Grand Canyons gelandet.
Eine unvergessliche Erfahrung
In einer Pressemitteilung des Sponsors Breitling erklärt Rossy, dass sein erster Flug in den USA eine der unvergesslichsten Erfahrungen in seinem Leben sein werde. Und zwar nicht nur wegen der atemberaubenden Schönheit des Grand Canyons sondern auch wegen der Ehre in heiligem Land von amerikanischen Ureinwohnern fliegen zu dürfen. Die Hualapai-Indianer haben dem Flug von Rossy zugestimmt. Die Bundesluftfahrtbehörde der USA FAA hat dagegen für eine Termin-Verschiebung gesorgt. Der Flug war eigentlich bereits für den 6. Mai angesetzt, allerdings hatte die FAA Schwierigkeiten den Fluggleiter von Rossy einzuordnen.
Die Geschichte vom Jetman reicht bis ins Jahr 2006 zurück. Damals ist er als erster Mensch mit einem Jet-betriebene Gleiter geflogen. Zwei Jahre Später hat sich Rossy dann einen Namen gemacht, indem er mit seinem "Jet Wing" über den Ärmelkanal geflogen ist. 2010 hat er erstmals einen Looping mit seinem Gleiter geschafft. Ein Flugversuch aus dem Jahr 2009 ist dagegen gescheitert: Auf dem Weg von Marokko nach Spanien ist der Jetman nach rund einem Drittel der Strecke ins Wasser gestürzt.
