Extrem lichtstark

LG AF 115: SXRD-Projektor mit Tuning-Potenzial im Test

Mit Projektoren bringt man den Hersteller LG nicht unbedingt in Verbindung, dennoch produzieren die Südkoreaner auch Beamer. So wie zum Beispiel den AF 115, der aufgrund seiner Lichtstärke sehr große Leinwände ausleuchten kann. Was er sonst noch auf dem Kasten hat, zeigt der netzwelt-Test.

LG AF 115
Projiziert helle Bilder mit über drei Metern Breit: LG AF 115 (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Technik und Ausstattung
  2. 2Handhabung
  3. 3Farbe und Licht
  4. 4Sehtest Standardsignale
  5. 5HDTV-Sehtest
  6. 6Fazit: Nichts für Anfänger
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Technik und Ausstattung

LGs AF 115 arbeitet mit der so genannten SXRD-Technik, die auf reflektierenden LCD-Pixeln basiert. Zudem besitzt der Projektor eine leistungsfähige HQV-Videoverarbeitung und das "isf-ccc"-Logo, das für professionelle Farbkalibrierung steht. Dank des großzügigen 1,8-fach-Zooms und des präzise justierbaren Lens-Shifts gestaltet sich die Aufstellung kinderleicht.

Ohne sichtbaren Qualitätsverlust lässt sich das Bild um 20 Prozent nach oben und sogar um 100 Prozent nach unten versetzen. Das macht den Beamer sehr flexibel. Erfreulich finden die Tester auch die vielen Bildregler, zum Beispiel den fein einstellbaren Bildbeschnitt, die RGB-Gain/Offset-Regler zur Justage der Farbbalance sowie die drei Gamma-Abstimmungen.

Handhabung

Das Menü hinterlässt einen übersichtlichen Eindruck, und auch Veränderungen werden sinnvoll kenntlich gemacht: Sobald man an den Einstellungen etwas ändert, erscheint im Menü hinter dem jeweiligen Modus der Zusatz "User". Beim zweiten Blick fällt jedoch auf, dass das Konzept nicht hundertprozentig durchdacht ist.

So gab netzwelt zum Beispiel die deutsche Übersetzung "Neuer Kontrast" Rätsel auf, weiterhin fiel auf, dass das Menü zu träge auf Befehle reagiert. Weiterer Minuspunkt: ein Letterbox-Zoom-Format fehlt leider. Falls also die zuspielende Settop-Box keine entsprechende Formatumschaltung an Bord hat, erscheint ein nicht anamorph ausgestrahlter Spielfilm mit einem schwarzen Trauerrand. Auch das Betriebsgeräusch ist relativ hoch, fällt wegen seiner Gleichmäßigkeit vor allem bei fester Montage aber kaum auf.

Farbe und Licht

Obwohl das Gerät das "isf"-Logos trägt, sind die Farben nicht hundertprozentig korrekt - zumindest nicht in den Einstellungen ab Werk. Als beste Heimkino-Voreinstellungen entpuppen sich "Expert" und "Kino", wobei angemerkt werden muss, dass selbst hier die Farbtemperatur helligkeitsabhängig zwischen 8.000 und 16.000 Kelvin wandert, und auch die Gamma-Charakteristik liegt bei 1,8 statt den für die Voreinstellungen besser geeigneten 2,3. Folge: ein blaustichiges, aufgehelltes und flaches Bild, das nicht besonders filmisch aussieht. Um wirklich gute Farben zu erreichen, muss man sie erst tunen. Schade eigentlich, denn als Käufer sollte man darauf vertrauen können, dass die Farben bereits ab Werk korrekt eingestellt sind.

Dafür kommen Fans von XXL-Bildern voll auf ihre Kosten: Netzwelt fällt kein anderer Projektor ein, der bei korrekter Farbdarstellung mit bärenstarken 1.100 Lumen glänzen kann. Das reicht für 3,3 Meter breite Leinwände. Bei reduzierter Lampenleistung kommt der LG in Tele-Stellung immerhin noch auf 620 Lumen, was für zweieinhalb Meter breite Bilder reicht.

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