Hoher Kontrast, wenig Licht
Sanyo PLV-Z 3000: Lichtschwacher LCD-Beamer im Test
LCD-Beamer um die 2.000 Euro gibt es viele, deshalb zählt in dieser Preisklasse jede Kleinigkeit. Wie sich der Sanyo PLV-Z 3000 bei den typischen LCD-Fehlerquellen verhält und was ihn besonders auszeichnet, zeigt der ausführliche netzwelt-Test.

Inhaltsverzeichnis
- 1Technik und Ausstattung
- 2Handhabung
- 3Farbe und Licht
- 4Sehtest Standardsignale
- 5HDTV-Sehtest
- 6Fazit
Technik und Ausstattung
Edel sieht es aus, das Gehäuse des Sanyo PLV-Z 3000: Das matte, anthrazitfarbene Gehäuse macht sich gut in jedem dunklen Heimkino. Einen guten Eindruck hinterlässt auch die motorgetriebene Abdeckung, die das Objektiv effektiv und komfortabel vor Staub und anderen Umwelteinflüssen schützt.
Die Optik müssen Nutzer allerdings manuell einstellen, dafür bietet diese großen Spielraum bei der Aufstellung des Projektors. Denn der Zoom-Bereich fällt mit zweifacher Stärke sehr groß aus, während der Lens-Shift Bildverschiebungen von je einer halben Bildbreite nach links und rechts sowie um eine Bildhöhe nach oben und unten ermöglicht. Tüftler freuen sich über viele Bildregler, etwa für Farbtemperatur, Farbbalance und Gamma.
Handhabung
Der Projektor lässt sich schnell und unkompliziert bedienen. Das liegt auch am übersichtlich gestalteten, logischen Menü, das keine Missverständnisse aufkommen lässt. Falls der Nutzer die Fernbedienung mal verlegt, reichen die Regler am Projektor für die wichtigsten Bedienschritte aus.
Die Voreinstellungen lassen sich editieren und als geänderte Einstellungen in sieben Benutzerspeichern ablegen. So bleibt auch die ursprüngliche Einstellung erhalten. Nicht besonders durchdacht findet netzwelt hingegen die Tatsache, dass der Fernbedienungssensor an der Vorderseite sitzt. Denn wer den Beamer vor seine Sitzposition hängt oder stellt, muss dann exakt auf die Leinwand zielen, damit das Signal zum Sensor reflektiert wird.
Farbe und Licht
Die Lichtleistung des Sanyo genügt im Lampensparmodus nur für ein 1,7 Meter breites Bild in Kinohelligkeit. Kein Wunder: Von einer nur 165 Watt starken Lampe kann man nicht mehr erwarten. Dafür arbeitet der Sanyo erfreulich leise, was vor allem an der niedrigen Abwärme liegt - die 24 Dezibel im Sparmodus sind so gut wie nicht wahrnehmbar.
Bei voller Leistung kommt der Lüfter auf 30 Dezibel - immer noch ein anständiger Wert. Um zu den besten Farbeinstellungen zu gelangen, bietet sich der Kino-Modus "Natürlich" an. Von dort aus ist es allerdings noch ein weiter Weg, da leider keine einzige Voreinstellung gute Farben und eine optimale Lichteinstellung bietet.
Und so gehen Sie am besten vor: Einfach die Farbtemperatur-Voreinstellung "Niedrig 1" wählen - diese liegt nahe an den optimalen 6.500 Kelvin. Wenn Sie dann noch den Grün-Regler um fünf Punkte senken, verschwindet auch der leichte Grünstich. Unschön findet die netzwelt-Redaktion den zu großen Farbumfang. Auch das Farbmanagement bringt keine Lösung, denn selbst mithilfe exakter Testsignale und eines präzisen Spektroradiometers gelang netzwelt keine perfekte Einstellung.
