Am 8. Juni

IPv6-Welttag: Verbindungsprobleme bei Google und Facebook?

Wer am achten Juni auf Seiten wie Google, Yahoo oder Facebook zugreifen möchte, könnte Probleme bekommen: Die Unternehmen stellen am "IPv6-Welttag" ihre Seiten auch auf das neue Protokoll um - nicht alle Rechner und Router kommen damit zurecht.

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Die bisherige Version des Internet-Protokolls, IPv4, reicht nicht mehr aus, um dem Ansturm an Geräten, die übers Internet kommunizieren, in Zukunft Herr zu werden. Mehr Spielraum verspricht das Protokoll IPv6 zur Adressvergabe für die Internet-Kommunikation. 

Das betrifft auch Webservices, die ihre Inhalte per IPv6 ausspielen wollen und wahrscheinlich auch müssen. Um dies zu testen, beteiligen sich Branchenriesen wie Google, Facebook und Yahoo! sowie viele weitere Anbieter am IPv6-Testtag, der am achten Juni stattfindet. 

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Längere Wartezeiten

In ungefähr einem Monat also testen die Unternehmen dafür den Parallelbetrieb von IPv4 und IPv6 - und die Seiten sind über beide Protokolle abrufbar. Allerdings haben einige Router und Betriebssysteme mit diesem Parallelbetrieb Probleme. Nutzer müssen sich deshalb mit Wartezeiten beim Surfen im Internet einstellen - oder gar einen Tag lang ganz darauf verzichten. 

Lorenzo Colitti von Google weist in einem Dokument darauf hin, dass besonders OS X- und Linux-Nutzer davon betroffen sein könnten, weil sie IPv6 nur unvollständig unterstützen. Dem Vernehmen nach könnten auch einige bestimmte Routermodelle am IPv6-Welttag Probleme bekommen.

Testseite fürs IPv6-Protokoll

Der Test wird nur ein Tag dauern, so dass Nutzer "nur" mit vorübergehenden Störungen und Wartezeiten rechnen müssen. Die großen Netzbetreiber sind allerdings von dem Testbetrieb weniger erfreut, weil sie mit vielen Kundenfragen rechnen. 

Die Initiatoren des IPv6-Welttages wollen in den kommenden Wochen Nutzer verstärkt über den geplanten Test informieren. Der IPv6-Welttag wird von der Internet Society unterstützt, die sich der Weiterentwicklung der Web-Infrastruktur verpflichtet hat. Mit der Aktion wollen die Macher Internetprovider, Hardware- und Betriebssystemhersteller sowie Web-Anbieter motivieren, sich auf IPv6 vorzubereiten. 

So soll ein reibungsloser Übergang von IPv4 zu IPv6 gewährleistet werden. Wer neben den großen Unternehmen an dem Test teilnimmt, ist auf der Webseite der Organisation einsehbar. Etwaige Probleme mit IPv6-Verbindungen können Nutzer auf der Seite test-ipv6.com untersuchen lassen.

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