Preiswerter Projektor für das Heimkino

InFocus X 10: Einsteiger-DLP-Beamer im Test

Feine und kontrastreiche DLP-Projektionen zum günstigen Preis - dies funktioniert zumindest teilweise beim hier vorgestellten InFocus X 10, wenn man kleine Schwächen in Kauf nimmt. Wo diese liegen und wie schwerwiegend sie sind, hat netzwelt überprüft.

InFocus X 10
Beamer für Einsteiger: InFocus X 10 (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Technik, Ausstattung und Handhabung
  2. 2Farbe und Licht
  3. 3Qualität Standardsignale
  4. 4HDTV-Sehtest
  5. 5Fazit
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Technik, Ausstattung und Handhabung

Der X 10 des amerikanischen Herstellers InFocus setzt auf DLP-Projektionen, bei denen der nicht mehr ganz taufrische Dark Chip 1 zum Einsatz kommt. Bei der Aufstellung in kleineren Räumen sollte man die enge Brennweite des 1,2-fach-Zooms und den vergleichsweise starken Bildversatz von 136 Prozent beachten. Deshalb sollte man den InFocus eher in größeren Räumen verwenden, in denen er aus größerem Abstand bis zu drei Meter breite Leinwände füllen kann.

Die nötige Lichtstärke dafür hat er: 945 Lumen. Ein mechanischer Lens-Shift fehlt, dafür ist eine regelbare Iris an Bord. Nicht ganz alltäglich ist der M1-DA-Eingang, der bereits von anderen InFocus-Modellen bekannt ist. Er verwandelt sich mithilfe des mitgelieferten Adapters in einen zweiten HDMI-Eingang, akzeptiert auf Wunsch aber auch analoge RGB- oder YUV-Signale.

Das nennt man flexibel. Die Menüführung entpuppt sich als klar und übersichtlich, komplexere Funktionen wie zum Beispiel Irisregelung oder schaltbare Farbräume verstecken sich im zweiten Bildmenü. Hier lässt sich auch zwischen den Farbdecodierungen für SDTV und HDTV umschalten, was besonders bei Standardsignalen, die über HDMI hochskaliert werden, wichtig ist, weil der X 10 die passende Decodierung nicht automatisch zuordnen kann und vor allem bei Grüntönen falsche Farben an die Leinwand wirft.

Farbe und Licht

Netzwelt empfiehlt den "BrilliantColor"-Modus, der für zehn Prozent hellere Projektionen mit korrekten Farbpegeln sorgt. Ist der Modus deaktiviert, erscheinen rote Farben leicht entsättigt, während Grün und Türkis etwas zu intensiv strahlen. Nachtteil an "BrilliantColor" ist jedoch ein leichter Grünstich in dunklen Graustufen.

Mithilfe des separaten RGB-Helligkeitsreglers lässt sich das Problem verbessern, wenn auch nicht ganz beseitigen. Der Farbraum des Projektors ist leicht eingeschränkt, aber das macht sich in der Praxis kaum bemerkbar. Vielmehr überzeugen die guten Grundeinstellungen mit 6.300 Kelvin in der Farbtemperatur-Einstellung "6500 K" sowie das korrekte Gamma von 2,2 in der "Film"-Stellung.

In puncto Helligkeit liefert der InFocus, wie bereits angedeutet, eine erstaunliche Performance: 945 Lumen bei korrekt konfigurierten Farben in der normalen Lampenstufe. Im Eco-Modus bleiben beachtliche 745 Lumen. Allerdings geht bei ihm mit aktivierter Iris die Helligkeit deutlich zurück.

Typische DLP-Artefakte wie Regenbogen-Blitzer können aufgrund der großen Lichtstärke des Beamers leichter als sonst auffallen. Auf der anderen Seite zeigen Ein-Chip-Projektionen eine perfekte Konvergenz, eine Detailauflösung vom Feinsten und eine herrlich filmische Anmutung. All dies kommt besonders bei großen Leinwänden zum Vorschein.

Qualität Standardsignale

Die Vollbildwandlung funktioniert im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Auch in kritischen DVD-Szenen bleibt Kantenflimmern aus, Zeilenflimmern kann jedoch immer mal wieder auftreten. Auch in puncto Bewegungsschärfe kann der InFocus nicht mit den besten aktuellen LCD-Projektoren mithalten. Dafür liefert er selbst in hellen Räumen hervorragende Ergebnisse, da er so lichtstark ist. Da macht auch ein Sonntagnachmittag mit Formel-1-Rennen oder Fußballübertragungen Spaß.

InFocus X 10

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InFocus X 10 - Eine Besonderheit ist der M1-DA-Eingang, über den man mit dem mitgelieferten Adapter eine zweite HDMI-Quelle anschließen kann.
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Eine Besonderheit ist der M1-DA-Eingang, über den man mit dem mitgelieferten Adapter eine zweite HDMI-Quelle anschließen kann.

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InFocus X 10 - Lichtstark und im Internet bereits für unter 1.200 Euro zu haben: der InFocus X 10.
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Lichtstark und im Internet bereits für unter 1.200 Euro zu haben: der InFocus X 10.

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InFocus X 10 - Der InFocus X 10 bietet dem Nutzer tiefgehende Einstellungsmöglichkeiten.
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Der InFocus X 10 bietet dem Nutzer tiefgehende Einstellungsmöglichkeiten.

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InFocus X 10 - Beleuchtet und gut in der Hand liegend: die Fernbedienung.
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Beleuchtet und gut in der Hand liegend: die Fernbedienung.


HDTV-Sehtest

Die Kombination aus Lichtstärke und Kontrast - der Ansi-Kontrast des X 10 liegt immerhin bei 380:1 -gefällt auch bei hochauflösenden Signalen von Blu-ray. Sonnige Hochsommerszenen wie im Bond-Abenteuer "Casino Royale", wo 007 aus dem türkisblauen Meer kommt, sehen auch auf großen Leinwänden wunderbar lichtdurchflutet aus.

Auch düstere Szenen weisen eine erstaunliche Feinzeichnung auf, etwa die dunklen Baumkronen in der nächsten Filmsequenz. Schwarz-Weiß-Filme sehen nicht hundertprozentig authentisch aus, da der Grünstich in dunklen Graustufen nicht zu übersehen ist. Die 24p-Wiedergabe klappt hingegen einwandfrei, wie die gleichmäßige Bewegung der Rouletteräder in "Casino Royale" zeigt.

Bei besonders kontrastreichen Bildern tritt allerdings eine Art Aliasing-Störung auf, zum Beispiel im vierten Kapitel von "Casino Royale", wo der Streifen des Flugzeugs sogar bei Vollbild-Zuspielung ein leichtes Zeilenflimmern aufweist.

Fazit

Der InFocus X 10 ist ein Tipp für Heimkino-Fans mit viel Raum, aber nicht so geräumigem Geldbeutel. Denn im Internet wird der Listenpreis von 1.700 Euro deutlich unterboten - netzwelt fand Angebote unter 1.200 Euro. Dafür muss man dann allerdings auch die wenig flexible Aufstellung und bei Blu-rays gelegentlich ein leichtes Zeilenflimmern in Kauf nehmen.

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