Alan Shepard
50-jähriges Jubiläum: Amerikaner feiern ihren ersten Mann im All
Vor 50 Jahren begann die Geschichte der bemannten Raumfahrt der USA. Am 5. Mai 1961 flog der erste Amerikaner in den Weltraum. Die USA und die NASA feiern dieses Ereignis mit einer Zeremonie in Cape Canaveral und zwei neuen Briefmarken.
Alan Shepard war 1961 nicht der erste Mann im Weltraum. Diese Ehre wurde Juri Gagarin zu Teil, der am 12. April 1961, also exakt 23 Tage vor dem Amerikaner die Erde im All umrundet hat. In Russland wurde der 50-jährige Jahrestag bereits gefeiert und ein Film feiert das Jubiläum, indem er die Ansicht die Gagarin damals auf die Erde hatte, zeigt.
Shepard war eine Viertelstunde im All
Gagarin war nicht nur vor Shepard im All, sondern auch deutlich länger. Seine Erdumrundung dauerte 108 Minuten, der Flug von Shepard endete nach 15 Minuten und 28 Sekunden. Auf einer ballistischen Flugbahn erreichte Shepard eine Höhe von etwa 187 Kilometer. Dann wasserte er mit seiner Freedom 7-Kapsel mit Hilfe von Fallschirmen sicher im Atlantik. In den USA wird Shepard mit dem ersten bemannten Flug eines Mercury-Raumschiffs als Held gefeiert.
So erklärte NASA-Chef Charles Bolden anlässlich des Jubiläums, dass der Flug die Nation auf einen Weg der Erforschung und Entdeckung gebracht habe, der bis heute anhält. Auf Basis der Errungenschaft von Shepard habe die NASA ihre Führungsrolle bei der bemannten Raumfahrt aufgebaut, die bis heute gehalten werde, sagte Bolden weiter. Zehn Jahre nach seinem ersten Flug, war Shepard Teil der Apollo 14-Mission und hat den Mond betreten.
Briefmarke mit Shepard
Um die 50-jährige Geschichte der bemannten Raumfahrt der USA zu feiern, wurden zwei neue Briefmarken herausgebracht. Eine Briefmarke zeigt Alan Shepard und erinnert an seinen historischen Flug. Die zweite Marke ehrt die Messenger der NASA, die 50 Jahre später den Merkur erreicht hat und als erste Raumsonde in dessen Umlaufbahn eingetreten ist.
Inzwischen hat die Messenger bereits erste Fotos aus dem Orbit des Merkurs zur Erde geschickt. Diese beiden Missionen markieren eine 50-jährige Periode, in der Amerika die Weltraumforschung mit laut eigenen Aussagen mehr als 1.500 bemannten und unbemannten Flügen vorangebracht hat.
