Standortdatenspeicherung eingeschränkt
Update: Apple veröffentlicht iOS 4.3.3
Apple hat eine neue iOS-Version veröffentlicht. Mit iOS 4.3.3 reagiert der Hersteller auf das "Location Gate" und schränkt in Zukunft die Speicherung der Standortdaten von iPhone- und iPad-Nutzern ein. Künftig werden die Daten nicht mehr bei einer Synchronisation mit iTunes auf dem Rechner des Nutzers gespeichert. Auch wird die Datenbank auf dem Smartphone gelöscht, sobald der Nutzer standortbezogene Dienste deaktiviert.

Weiterhin schränkt Apple den Speicherplatz für die Daten ein, so dass die Aufenthaltsort der Nutzer nicht mehr über Jahre hinweg aus der Datenbank ermittelbar sind. Eingespielt wird das Update wie gewohnt über iTunes. Es steht für das iPhone 4, das iPhone 3GS, das iPad und das iPad 2 sowie den MP3-Player iPod touch der dritten und vierten Generation zur Verfügung.
Keine Angaben zur Verschlüsselung
Angaben zu weiteren Änderungen in der Aktualisierung macht Apple nicht. Eigentlich hatte das Unternehmen in einer Stellungnahme angekündigt, künftig die zum Speichern der Daten auf dem iPhone und iPad verwendete Cache-Datei verschlüsseln zu wollen. Bislang erfolgt lediglich die Übertragung der Daten zu den Apple-Servern verschlüsselt.
Ende April hatten die beiden Sicherheitsexperten Pete Warden und Alasdair Allan aufgedeckt, dass Apple Standortdaten von iPhone- und iPad-Nutzern unverschlüsselt auf den Geräten und dem zur Synchronisation genutzten Computer speichert. Bei den Daten handele es sich um die selben Daten, die Strafverfolgungsbehörden bei Verdachtsfällen von Netzbetreibern erhalten. Sie eignen sich zum Erstellen von Bewegungsprofilen, wie Warden und Allan mit ihrem Programm iPhone-Tracker bewiesen.
Anhörung am 10. Mai
Apple geriet daraufhin in Erklärungsnot. Mittlerweile wurde aber auch bekannt, dass die Konkurrenten Microsoft und Google ähnliche Daten ihrer Nutzer erheben. Google und Apple wollen sich zu den Vorwürfen einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge am 10. Mai vor einem Ausschuss des US-Senats erklären. Google droht zudem ein Gerichtsverfahren in Südkorea. Hier ermitteln die Behörden wegen des Verdachtes der illegalen Speicherung von Standortdaten in Zusammenhang mit der Werbeplattform Admob.






