Adobe Creative Suite 5.5: Update für das Multimedia-Paket
Preise und Upgrades
Bisher gibt es auf der Adobe-Website lediglich im US-Bereich genaue Preise zu sehen, in den meisten Ländern Europas, inklusive Deutschland, sind die Tabellen noch leer. Die US-Preise sehen aber schon sehr vielversprechend aus: So gibt Adobe für die monatliche Miete von Adobe Photoshop CS5 35 US-Dollar an, die Creative Suite Design Premium kann ab 95 US-Dollar gebucht werden. Alle Preise werden monatlich beglichen, die Abo-Buchung kann jederzeit gekündigt werden. Dazu müssen Kunden lediglich die entsprechenden Daten in ihrem Adobe-Konto anpassen. Legt man sich auf einen jährlichen Vertrag mit Adobe fest, gibt es zwar saftige Rabatte auf den monatlichen Mietpreis - allerdings ist die Kündigung dann deutlich schwieriger: Der Nutzer muss sich dazu explizit an den Kunden-Support wenden, um das beauftragte Abo aufzuheben.
Das neue Mietpreis-Modell hat Adobe Systems in seinem gesamten Portfolio konsequent integriert. So ist es nun möglich, direkt aus einer Testversion auf ein monatliches Miet-Modell zu wechseln, ohne die Anwendung neu zu installieren. Gegenüber dem einmaligen Kauf der Creative Suite 5.5 hat die Nutzung im Abonnement einen weiteren großen Vorteil: Man muss sich nicht mehr um Aktualisierungen sorgen, kommende Updates und Upgrade werden automatisch zur Verfügung gestellt. So können Nutzer immer mit der aktuellen Version des Programms arbeiten und über den neuen, kürzeren Release-Zyklus ein wenig Geld sparen.
Noch mehr HTML5
Leider sieht es derzeit danach aus, dass die Bezahlung der Adobe Creative Suite 5.5 im neuen Miet-Modell wohl nur mit einer gültigen Kreditkarte möglich sein wird. Natürlich gibt es neben der Umstellung der Preis- und Release-Planung auch einige technische Neuerungen: So zieht in allen Komponenten der Webstandard HTML5 als Zielformat für die Veröffentlichung beliebiger Medieninhalte ein. Damit kehrt Adobe zum Teil dem hauseigenen Flash-Format den Rücken, ohne es aber gänzlich aufzugeben -vielmehr sieht der Hersteller die Kombination aus HTML5 und Flash als zukunftsträchtigste Lösung an, um Inhalte ins Web und als Apps auf die wichtigsten Smartphone-Plattformen zu bringen. Die breite Unterstützung für HTML5 soll es ermöglichen, dass zum Beispiel eine dynamische Handy-Webseite im Dreamweaver erstellt wird und später auf Geräten mit BackBerry, Google Android und Apple iOS identisch aussieht, ohne speziell angepasst zu werden.

Durch die Konzentration auf den HTML5-Standard wird es auch ein wenig einfacher, mit der Adobe Creative Suite 5.5 eigene Inhalte für Tablets zu veröffentlichen. Viel wichtiger sind aber die zahlreichen Detailverbesserungen, die Adobe an Photoshop CS5 und den Schwesterprogrammen vorgenommen hat - speziell auch im Bereich der Stabilität. Die Benutzer der Bildbearbeitung werden sich freuen, dass sie bald über das iPad das Programm steuern können: Dazu dient die Nav-App, die demnächst für zwei Dollar erhältlich sein soll. Auch andere iPad-Apps, etwa für das Zeichnen mit den Fingern auf dem Multi-Touch-Bildschirm, werden folgen.
Fazit
Die Vorstellung der Adobe Creative Suite in Version 5.5 hat für Otto Normalverbraucher vor allem einen Vorteil: Es wird durch das neue Mietpreis-Modell endlich erschwinglich, zu Hause die hochwertigen Adobe-Programme einzusetzen, auch wenn man sie nur für wenige Monate benötigt. Die technischen Neuerungen fallen dagegen dünn aus: Im Vergleich zu den vorherigen Versionssprüngen bietet die Adobe Creative Suite zwar eine bessere Integration von HTML5, ansonsten aber nur Optimierungen im Detail. Man darf gespannt sein, was sich Adobe für die kommende Creative Suite 6 ausgedacht hat und wann diese erscheint.






