Werbeplattform AdMob im Visier

Südkorea: Ermittlungen gegen Google wegen Speicherung von Standortdaten

Google gerät auch in Südkorea wegen der Speicherung von Standortdaten unter Druck. Der Internetkonzern steht unter Verdacht, über seine mobile Werbeplattform AdMob ungefragt Standortdaten von Nutzern erhoben zu haben. Ermittler hätten das Büro von Google in Seoul durchsucht und Datenträger konfisziert, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

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Wie die englischsprachige südkoreanische Tageszeitung Korea Herald in ihrer Online-Ausgabe berichtet, sollen im Anschluss an die Durchsuchung auch führende Google Mitarbeiter verhört worden sein. Ob sich der Verdacht erhärtet, müssen aber die laufenden Ermittlungen zeigen. "Es gibt Hinweise, dass AdMob für Werbezwecke personalisierte Standortdaten von Smartphone-Nutzern über seine App gesammelt hat. Wir müssen aber erst analysieren, was wir konfisziert haben, um herauszufinden, wie sie und wie viele Daten sie gesammelt haben", sagte ein Polizeibeamter gegenüber dem Korea Herald.

Weitere Unternehmen betroffen

Neben Google wurde auch das Büro der Firma Daum Communication untersucht, auch hier besteht der Verdacht, dass der Betreiber eines populären Portals in Südkorea über seine Werbeplattform Ad@am illegal Standortdaten von Smartphone-Nutzern gesammelt hat. Zuletzt waren in Südkorea drei Chefs lokaler Werbeunternehmen wegen eines ähnlichen Vergehens verhaftet worden.

Google steht nicht nur in Südkorea unter Druck. Auch in den USA wird das Unternehmen, genau wie Konkurrent Apple, wegen der Speicherung von Smartphone-Standortdaten kritisiert. In Südkorea musste sich Google zuletzt wegen der Speicherung von WLAN-Daten beim Aufnehmen von Fotos für den Straßendienst Street View mit den Behörden auseinandersetzen. Auch damals wurden das Google Büro in Seoul durchsucht.

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