Das Programm befreit den Macintosh von unnötigen Dateien.
CleanMyMac: Damit bleibt auch das Apple-Betriebssystem sauber
Als Apple-Kunde muss man sich unter Mac OS X keine Gedanken machen, was die Wartung des Systems angeht - laut Apple funktioniert alles einfach. Bemerkenswert ist für Windows-Umsteiger, dass zur Deinstallation eines Programms dieses im Regelfall einfach auf den Papierkorb gezogen wird. Es gibt in Mac OS X keine Entsprechung zur Datenträgerbereinigung in Windows - doch das Betriebssystem bräuchte eine solche eigentlich. Auf Dauer wird nämlich auch der Mac stark zugemüllt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Der Saubermann
- 2Müll, Cache und Co.
- 3Fazit
Der Saubermann
So hinterlässt die tägliche Arbeit mit dem Mac eine ganze Reihe von temporären Dateien, die nicht immer selbstständig aus dem System gelöscht werden. Bei der Deinstallation eines Programms mittels der Papierkorb-Methode verbleiben zahlreiche Einstellungs- und Programm-Dateien im Heimat-Ordner des Nutzers oder den System-Verzeichnissen bestehen. Die Standard-Installation von Mac OS X verfügt außerdem über unnötig viele Sprachen, die dem Anwender zu viel Speicherplatz kosten. Die Liste mit Problemen und kleinen Design-Fehlern ließe sich problemlos weiter fortsetzen.
Das kostenlose Programm CleanMyMac kümmert sich um alle diese Belange. Sogar Apple empfiehlt die Software der amerikanischen Firma MacPaw Inc. in seinem Verzeichnis für Mac-Programme. Zum Glück ist die aktuelle Version 1.9.5 mit 6,3 Megabyte so klein geblieben, dass sie auch bei langsamer Internetverbindung schnell aus dem Netz geladen werden kann. Die Installation ist ganz einfach: Der Nutzer muss das CleanMyMac-Symbol einfach aus der Image-Datei auf den Programme-Ordner ziehen, damit die nötigen Dateien kopiert werden. Danach kann es sofort gestartet werden.

Müll, Cache und Co.
Im Hauptfenster von CleanMyMac sitzt links unten ein grüner Knopf, mit dessen Hilfe der Computer nach nicht mehr benötigten Dateien durchsucht wird. Dieser Prozess kann selbst auf schnelleren Mac-Modellen mehrere Minuten dauern - je nachdem, wie zugemüllt der Computer schon ist. Das Ergebnis der Suche können die Nutzer in Echtzeit verfolgen: Links im CleanMyMac-Fenster erscheinen die Kategorien, in die das Programm nicht mehr benötigte Dateien einteilt. Dazu gehören Cache-Dateien, Protokolle, Sprachübersetzungen in Mac OS X und installierten Programmen, universelle Binärdateien, System-Müll und andere Dinge. Besonders die Cache-Daten belegen meist viel Platz.
Sobald der Nutzer auf eine der angezeigten Kategorien klickt, kann er rechts im Fenster die gefundenen Dateien sehen - dies ist wichtig, um zu überprüfen, ob CleanMyMac nicht vielleicht einen Fehler macht und wichtige Daten löscht. Im Regelfall genügt es aber, den blauen Bereinigen-Knopf zu drücken. Damit sind dann alle gefundenen Dateien gelöscht. Sofern für die Löschung einzelner Dateien Systemverwaltungsrechte benötigt werden, weist CleanMyMac den Benutzer darauf hin. Dieser kann dann über das Schlüssel-Symbol im Programmfenster das Admin-Kennwort eingeben.
Fazit
CleanMyMac erkannte im netzwelt-Test sowohl unter Mac OS X 10.6 als auch der Vorgänger-Version 10.5 zahlreiche Dateien, die nicht mehr benötigt werden - und dabei sticht das Programm besonders durch Details hervor, wie zum Beispiel der Erkennung unnötiger Sprach-Dateien im Camino-Browser oder der PowerPC-Architektur im Universal-Binary des TeamViewer. Leider überrascht das Programm mit der Aufforderung, ab 500 Megabyte gelöschten Dateien eine Lizenz für knapp 15 US-Dollar zu kaufen - ganz kostenlos ist CleanMyMac also nicht. Im Mac App Store wird das Programm derzeit nicht angeboten, die Nutzer müssen die Bezahlung also direkt bei MacPaw erledigen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

Habe den Saubermacher jetzt 3 Wochen unter Mac OS 10.6.8 am Laufen. Bin begeistert: Gründlich, sauber, zuverlässig und preiswert. Und alles in Deutsch. Kann man nur empfehlen.