Ehemalige Mandriva-Mitarbeiter entwickeln das Betriebssystem weiter

Der Nachfolger von Mandriva Linux: Mageia im Beta-Test

Das Konzept der Open Source Software setzt proprietären und kommerziellen Lösungen von Microsoft, Apple, Oracle und Co. immer mehr zu - doch dabei ist die Gemeinde aus Programmierern und Nutzern nur selten einer Meinung, wenn es um die große Zukunft wichtiger Open-Source-Projekte geht. Genau wie bei LibreOffice, das sich von OpenOffice.org abspaltete, gibt es mit Mageia jetzt eine weitere Linux-Distribution, die auf dem ehemals sehr populären Linux-System Mandriva basiert (früher Mandrake genannt).

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neue Mageia-Beta
  2. 2Die Partitionierung
  3. 3Medien und Pakete
  4. 4Nutzer und Sicherheit
  5. 5LibreOffice und Co.
  6. 6Fazit
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Mandriva beziehungsweise Mandrake war jahrelang einer der schärfsten Konkurrenten der Nürnberger Firma Suse, die mittlerweile zum Novell-Konzern gehört und deren Produkte neben Red Hat Linux als wichtigstes Betriebssystem für große Firmen angesehen werden. Die Firma hinter dem Mandriva-Projekt leidet aber schon seit Jahren an ihrer schwierigen Finanzlage und hat im Herbst zahlreiche Programmierer freigestellt, die für Mandriva gearbeitet haben. Diese haben ihre Leidenschaft zu dem freien Linux-Betriebssystem aber nicht aufgegeben und die Distribution in ein Community-Projekt unter dem Namen Mageia überführt.

Neue Mageia-Beta

Auf Grund der Entlassungen ist zu befürchten, das die kommende Mandriva-Version 2011.01 nicht pünktlich im Juni 2011 fertig wird oder nur geringe Weiterentwicklungen bieten kann. Mageia Linux soll planmäßig sogar noch vor dem Mutterprojekt fertiggestellt werden: Die erste stabile Version namens Mageia 1 soll schon Ende Mai das Licht der Welt erblicken, derzeit liegt die Distribution in der zweiten Beta-Version vor. Interessierte Nutzer können diese als ISO-Image herunterladen: Es gibt zwei separate DVD-Abbilder für 32-Bit und 64-Bit-Computer sowie eine CD mit Paketen für den dualen Betrieb. Daneben ist es möglich, Mageia 1 Beta 2 direkt als Live-CD auszuprobieren - entweder mit der Desktop-Umgebung KDE oder mit GNOME.

Der Setup-Assistent der Linux-Distribution Mageia ermöglicht eine schnelle Installation: Das Boot-Menü präsentiert neben dem Setup-Punkt auch eine Verknüpfung zum Rescue System, mit dem sich kaputte Rechner wieder in Gang bringen lassen. Auch ein Kurztest des Arbeitsspeichers ist direkt aus dem Boot-Menü möglich. Sofern der Computer des Nutzers über genügend Leistung und Grafikspeicher verfügt, startet der Setup-Assistent im grafischen Modus (ansonsten im Textmodus, ähnlich dem alten Debian-Installer). Durch die vertikale Navigationsleiste am linken Rand kann der Anwender sehr gut verfolgen, in welchem Teil der Installation er sich gerade befindet. Die Übersicht ist im Vergleich zum regulären Mandriva etwas besser.

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