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Samsung QX412 im Test: 14-Zoll-Notebook mit Schönheitsfehler im Test
Spiegelnder Bildschirm, DVD-Brenner und fest verbauter Akku

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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An diesem Notebook hätte die böse Königin aus Schneewittchen ihre Freude gehabt: Der Bildschirm des Samsung QX412 spiegelt über die gesamte Fläche sehr stark. Im Inneren des Laptops stecken ein schneller Prozessor und eine leistungsfähige mobile Grafikkarte - doch gegen den Monitor haben sie einen schweren Stand.

Ein Spiegel als Bildschirm und leistungsfähige Hardware

Samsung stattet das QX412 mit einem 14 Zoll großen Bildschirm aus. Vor dem Monitor mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und dessen Rahmen befindet sich eine Plexiglasscheibe. Diese sorgt für viele und auch starke Spiegelungen. Schon in geschlossenen Räumen wird die Nutzung des Notebooks dadurch anstrengend, im Freien ist es eigentlich unbrauchbar. Trotz der starken Reflexionen fallen die Betrachtungswinkel noch erstaunlich groß aus.

Bei der übrigen Ausstattung des QX412 setzt Samsung auf leistungsstarke Komponenten. Der Core i5-Prozessor 2520M von Intel ist mit 2,5 Gigahertz getaktet und schafft mit Hilfe der Turbo-Boost-Technologie sogar bis zu 3,2 Gigahertz. Als Grafikkarte kommt eine Geforce GT 520M von Nvidia zum Einsatz, die im Rahmen der Optimus-Technologie selbst entscheidet, Berechnungen an den weniger Strom verbrauchenden internen HD-Grafikchip von Intel weiterzugeben.

Samsung installiert Windows 7 Professional auf dem QX412 und baut vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine 320 Gigabyte große Festplatte in das Notebook ein. Mit dem optischen Laufwerk kann der Nutzer nicht nur DVDs lesen, sondern auch brennen.

  • Ein Core i5-Prozessor und eine Nvidia Geforce GT 520M sorgen für die Rechenleistung.
  • Stark spiegelnder, 14 Zoll großer Bildschirm mit 1.366 x 768 Pixeln Auflösung.
  • Durchgehendes Touchpad und kleine Tasten mit großen Zwischenräumen.
  • Der Bildschirm lässt sich nicht sehr weit nach hinten neigen.
  • Der DVD-Brenner und einer der USB-Anschlüsse.
  • LAN- und VGA-Anschluss. Die HDMI- und die zwei USB-3.0-Schnittstellen sind hinter einer Abdeckung versteckt. Audioanschlüsse und Kartenlesegerät dürfen nicht fehlen.
  • Der Nutzer muss nur eine Schraube lösen, um an Festplatte und Arbeitsspeicher zu gelangen.

Fest verbauter Akku mit langer Laufzeit

Den sechszelligen Lithium-Ionen-Akku, dessen genaue Kapazität Samsung nicht verrät, verbaut der Hersteller fest im Gehäuse. Dass fest verbaute Akkus eine längere Laufzeit aufweisen als ihre austauschbaren Gegenstücke beweist das QX412, das Filme im Test 194 Minuten, also über drei Stunden lang abspielt. Texte lassen sich unterwegs sogar über funf Stunden lang - 310 Minuten um genau zu sein - schreiben. Schaltet der Nutzer das WLAN aus und verringert die Bildschirmhelligkeit verlängert sich die Akkulaufzeit sogar noch.

Im Benchmark-Test Cinebench 11.5 erreicht der Core i5-Prozessor 2,79 Punkte. Bei Notebooks bieten nur i7-Chips noch mehr Rechenkraft. Die Geforce-Grafikkarte schafft 15,40 Bilder pro Sekunde. Damit liegt sie allerdings nur im guten Mittelfeld der mobilen Grafikkarten. Die neuere Geforce GT 540M oder die Radeon HD 6850M rechnen deutlich schneller und letztere schafft mehr als doppelt so viele Bilder pro Sekunde. Trotzdem eignet sich das QX412 gut für Multimedia-Anwendungen, Bildbearbeitung oder Computerspiele.

Festplattengeschwindigkeit 320GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
17,6 MB/sek.87,4 MB/sek.61,7 MB/sek.19,7 ms

Die Geschwindigkeit der Festplatte des Samsung QX412 liegt im üblichen Bereich der Notebookspeicher, wobei die Transferrate keinen extremen Ausreißer nach unten Aufweist, wie manch anderes Modell. Der Lüfter und die anderen Bauteile des Notebooks arbeiten sehr leise und sind auch nicht zu hören, wenn der Nutzer sein Ohr sehr nah an das Gehäuse hält.

Schwache Tastatur, gutes Touchpad

Die Handballenablagen des Samsung QX412 fallen angenehm groß aus. Der Nutzer kann seine Hände bequem auf ihnen ablegen, um auf der Tastatur zu schreiben. Der Platz zwischen den einzelnen Tasten ist großzügig bemessen, dafür fallen diese flächenmäßig ein wenig kleiner als bei anderen Notebooks aus. Die Druckpunkte der einzelnen Tasten fühlen sich schwammig an und könnten durchaus noch knackiger sein.

Bis auf den Zahlenblock fehlen keine wichtigen Tasten, insgesamt ist das Tastatur-Layout gelungen. Die wichtigen Sondertasten sind durch Form und Größe hervorgehoben und auch die Cursor-Tasten sind leicht auseinander zu halten. Oberhalb der Tastatur befinden sich weitere Knöpfe zur Regelung der Lautstärke, sowie zum Ein- und Ausschalten der drahtlosen Verbindungen.

Das Touchpad reagiert schon auf leichte Berührungen und bewegt den Mauszeiger wie vom Nutzer gewünscht. Die Touchpadtasten sind nur durch einen aufgemalten Strich vom Touchpad getrennt, weswegen es sich auch weiter oben drücken lässt. Klicks mit den Touchpadtasten registriert das QX412 auch etwa einen Fingerbreit oberhalb der Trennlinie. Der Druckpunkt des Touchpads fällt klar und deutlich aus.

DVD-Brenner und USB 3.0

Das Gehäuse des rund 2,2 Kilogramm schweren Samsung QX412 besteht aus Kunststoff, wobei die Oberseite des Deckels und des Körpers mit Aluminium verkleidet sind. Das gesamte Notebook wirkt ordentlich und robust verarbeitet. Sowohl der dünne Deckel als auch die Tastatur geben selbst bei starkem Druck nur wenig nach.

Neben dem DVD-Laufwerk des QX412 befindet sich ein USB-2.0-Anschluss auf der rechten Seite. Auf der anderen Seite des Notebooks stehen dem Nutzer unter anderem ein Kartenlesegerät, zwei Audio- ein VGA- und ein LAN-Anschluss zur Verfügung. Die HDMI- und die zwei USB-3.0-Schnittstellen versteckt Samsung, um die runden Konturen des Gehäuses zu erhalten, unter einer Plastik-Abdeckung. Per WLAN und Bluetooth kommuniziert und überträgt der Laptop auch drahtlos Daten.

Fazit: Wenn nur dieser Spiegel nicht wäre

Die Hardware-Ausstattung und die Verarbeitung des Samsung QX412 bieten keinen Grund für Kritik. Mit den Mängeln bei der Tastatur sollten die meisten Nutzer gut leben können. Als größter und nicht unwichtiger Kritikpunkt verbleibt allerdings das stark spiegelnde Display, das den eigentlich guten Laptop für einige Anwender unbenutzbar macht.

Das Samsung QX412 ist erst seit kurzem bei verschiedenen Händlern erhältlich, die sich bisher auch an die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung halten und das Notebook für rund 999 Euro verkaufen. Auf seiner eigenen Homepage listet der Hersteller den Laptop bisher nicht auf.

In einer ähnlichen Preis- und Leistungsklasse wie der Samsung QX412 befindet sich auch der Sony Vaio CA, dessen Gehäuse allerdings komplett aus Kunststoff besteht. Das Asus U36J verfügt über etwas weniger Leistung, wiegt dafür aber auch ungefähr ein halbes Kilogramm weniger.

Kommentare zu diesem Artikel

Der Prozessor und die Grafikkarte des Samsung QX412 bieten mehr Leistung als die Komponenten vieler anderer Notebooks. 14 Zoll große Bildschirme sind ebenfalls nicht weit verbreitet, dieser hier könnte allerdings auch problemlos eine zweite Karriere als Schminkspiegel starten.

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Samsung QX412 im Test: 14-Zoll-Notebook mit Schönheitsfehler im Test
Samsung QX412 im Test: 14-Zoll-Notebook mit Schönheitsfehler im Test
Der Prozessor und die Grafikkarte des Samsung QX412 bieten mehr Leistung als die Komponenten vieler anderer Notebooks. 14 Zoll große Bildschirme sind ebenfalls nicht weit verbreitet, dieser hier könnte allerdings auch problemlos eine zweite Karriere als Schminkspiegel starten..
http://www.netzwelt.de/news/86476-samsung-qx412-test-14-zoll-notebook-schoenheitsfehler-test.html
2011-04-29 16:36:33
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Samsung QX412 im Test: 14-Zoll-Notebook mit Schönheitsfehler im Test