High-End aus Deutschland
Quadral Aurum Set: Traditionsreiches 5.1-Ensemble im Test
Quadral hat die teuerste Linie des Hauses überarbeitet. Die Boxenschmiede aus Hannover spendiert der Aurum-Serie einige technische Besonderheiten wie zum Beispiel einen Magnetostaten-Hochtöner. Nicht nur Letzteren hat netzwelt ganz genau untersucht - mit erstaunlichen Ergebnissen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Vorgeschichte
- 2Zusammensetzung und Technik
- 3Surround-Hörtest
- 4Stereo-Hörtest
- 5Fazit
Vorgeschichte
Wenn man es als Tester mit der Spitzenserie eines Herstellers zu tun bekommt, darf man schon mal außergewöhnlich gespannt sein - so geschehen im Fall der Aurum-Serie des deutschen Boxenbauers Quadral. Denn diese Linie verfügt über eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1981 zurückreicht.
Denn vor 30 Jahren kam die Titan auf den Markt, die bis heute einen legendären Ruf genießt und die Konkurrenz alt aussehen ließ. Quadral ergänzte die Titan schon bald mit kleineren Modellen und verpasste der Linie den Namen Aurum, was zwar ein bisschen nach Nordsee-Insel klingt, in Wirklichkeit aber natürlich "Gold" bedeutet.
Und auch diese Lautsprecher entpuppten sich als echte Goldstücke und verkauften sich glänzend. Womit wir im Jahr 2011 angekommen sind und die neueste Evolutionsstufe unter die Lupe nehmen wollen: die siebente Generation. Vorhang auf.
Zusammensetzung und Technik
Das Ensemble, das im netzwelt-Hörraum steht, besteht aus den beiden großen Frontboxen namens Aurum Orkan VIII sowie den beiden wesentlich kleineren Rear-Lautsprechern Aurum Megan. Hinzu kommen noch der Center Aurum Base VIII und der Subwoofer namens Aurum Orkus - macht unter dem Strich 6.600 Euro. Die beiden Frontlautsprecher erreichen 102 Zentimeter Höhe, sind also noch wohnzimmertauglich.
Vor allem aber verfügen sie - wie auch die legendäre Titan - über eine Besonderheit im Bassbereich: Ihre beiden Tiefton-Treiber mit je 17 Zentimetern Durchmesser sitzen hinten in einem normalen Bassreflexgehäuse, sind auf der Vorderseite aber nicht bündig auf der Schallwand montiert, sondern ein Stück nach hinten versetzt.
Aus dieser Position strahlen sie in ein kleines, nach vorne offenes Zusatzgehäuse ab, das der Hersteller als Druckkammer bezeichnet. Es soll bewirken, dass die Basswiedergabe sauberer klingt, weil von Vornherein weniger Verzerrungen entstehen. In dieser Resonanzkammer landen vor allem Töne aus dem Grundton- und Oberbassbereich.
Für die ganz tiefen Töne ist hingegen das Bassreflex-Abteil auf der Rückseite zuständig. Um die glatte Boxenfront nicht durch eine Öffnung der Druckkammer optisch zerstören zu müssen, versteckt sie Quadral hinter Gitterstäben aus Kunststoff. Das verleiht den Lautsprechern gleichzeitig eine ausgefallene Optik.
Weitere Besonderheit: Quadral setzt die Mittel- und Tieftöner auf sogenannte Altima-Schwingeinheiten, die aus einer Mischung aus Aluminium, Titan und Magnesium bestehen. Das verspricht, so der Hersteller, eine besonders hohe Steifigkeit und Dämpfung.
Auch der Hochtöner fällt aus dem üblichen Rahmen, schließlich handelt es sich bei ihm um einen Magnetostaten mit einer großflächigen Folie. Diese lässt sich sehr tief ankoppeln, und zwar bei 2.400 Hertz. Zusätzlich schafft die Folie auch hohe Pegel. Dabei durchfließt ein vom Tonsignal erzeugter Strom einen Leiter, der sich in einem Magnetfeld befindet. Vorteil: Die Folie ist leichter als konventionelle Hochton-Kalotten, wodurch sie schneller auf feine Signale reagieren kann.
Der Subwoofer sieht sehr massiv aus und besitzt ein 30-Zentimeter-Chassis, das nach dem Downfire-Prinzip funktioniert, indem es nach unten auf die Bodenplatte abstrahlt. Die Grenzfrequenz liegt dabei bei ultratiefen 27 Hertz, auch der Maximalpegel von 108 Dezibel beeindruckt.


Im Bereich der unteren Mittelklasse zählen zunehmend auch Design und Ausstattung. Mit dem Sub 88 DV schickt Quadral einen stylishen 500-Euro-Subwoofer ins Tiefton-Rennen, der vor allem mit seiner Optik punkten soll. Was er klangtechnich auf dem Kasten hat, untersuchte netzwelt im ausführlichen Hör- und Labortest.
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