Neue Sicherheitsstruktur

Sony: Playstation Network soll diese Woche wieder online gehen

Sony will noch in dieser Woche (Nachtrag: spätestens bis zum 4. Mai) zumindest Teile des Playstation Network und der Qriocity-Dienste wieder ans Netz bringen. In der Zwischenzeit arbeite das Unternehmen an neuen Sicherheitsmaßnahmen - unter anderem werde die Netzwerk-Infrastruktur und das Datenzentrum derzeit an einen Ort mit erhöhter Sicherheit verlegt.

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Sony steht nach dem Datendiebstahl beim Playstation Network massiv in der Kritik. Konzernchef Sir Howard Stringer sieht ungemütliche Zeiten bevor. (Bild: netzwelt)
Sony steht nach dem Datendiebstahl beim Playstation Network massiv in der Kritik. Konzernchef Sir Howard Stringer sieht ungemütliche Zeiten entgegen. (Bild: netzwelt)
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Zudem werden alle Nutzer dazu gezwungen, ihr Passwort für die Dienste zu ändern, sobald der Service wieder verfügbar ist. Weitere Details zu den neuen Sicherheitsmechanismen will Sony demnächst bekannt geben, heißt es in einem Blogbeitrag des Unternehmens. In diesem beantwortet Sony auch weitere Fragen zum Datenklau aus dem Playstation Network. So habe das Unternehmen bislang nicht feststellen können, dass Kreditkartendaten aus der Datenbank ausgelesen wurden. Anders als die persönlichen Daten der Nutzer seien diese auch verschlüsselt in der Datenbank gespeichert. Laut dem Nachrichtensender n-tv hätten erste Nutzer aber bereits unerlaubte Abbuchungen auf ihren Konten bemerkt. Haften müssen Nutzer jedoch für einen möglichen Missbrauch nicht, dass hat der Zentrale Kreditausschuss, ein Zusammenschluss mehrer Bankenverbände in Deutschland bereits klargestellt.

Scharfe Kritik am Verhalten von Sony

Datenschützer werfen Sony unterdessen schwere Versäumnisse vor. Der Fachanwalt für Informationstechnologierecht Peter Heyers bewertete Sonys Informationspolitik im Fall des Hacker-Angriffes gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung als "extrem unseriös und rechtswidrig". Sascha Pfeiffer vom Sicherheitssoftware Hersteller Sophos beurteilte das Vorgehen des Konzerns gegenüber heute.de als Zeichen großer Hilflosigkeit und schloss auch einen schlampigen Umgang mit den Nutzerdaten nicht aus. 

Sony hatte den Angriff auf seine Online-Dienste bereits vor Ostern bemerkt und die Services abgeschaltet, die Nutzer über die Umstände und einen möglichen Datendiebstahl aber erst nach einer Woche genauer informiert. Der Konzern kündigte derweilen rechtliche Schritte gegen den oder die Täter an.

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