Netzwelt testet den Preisbrecher-Tarif der Telefonica auf Herz und Nieren
O2 on im Intensiv-Test: Ein Monat mit der "Flatrate Sensation"
Der spanische Mobilfunk-Konzern Telefónica macht es sich leichter als die Deutsche Telekom: Statt sich mit einer Doppelstrategie aus klassischen IT-Lösung und dem Mobilfunk-/DSL-Segment in unterschiedlichsten Märkten aufzustellen, greift Telefónica in Europa mit der einheitlichen Marke O2 und in Lateinamerika unter dem Namen Movistar die Konkurrenz an. Besonders in Deutschland liefert sich der Netzbetreiber besonders im Bereich der Handy-Flatrates eine regelrechte Rabattschlacht mit Telekom, Vodafone und E-Plus.

Inhaltsverzeichnis
- 1Konditionen und Bestellung
- 2Zusammengebautes Paket
- 3Mein O2 und Flexibilität
- 4Steuern bei Hardware-Only
- 5Fazit
O2 wirbt sehr ofensiv für den Flatrate-Tarif O2 o, der als Alternative zu bestehenden Tarifkonzepten gefeiert wird für Selbstständige, Freiberufler und Geschäftskunden in der Variante O2 on zur Verfügung steht. Offenbar ist aber nicht jeder Nutzer mit den neuen Modellen zufrieden: Im Internet gibt es zahlreiche Beschwerden von Bestands- und Neukunden, die sich um den Support, die Netzqualität oder ganz andere Dinge drehen. Netzwelt hat sich den on-Tarif angesehen und einem einmonatigen Intensiv-Test unterzogen.
Konditionen und Bestellung
Der Tarif O2 on ist auch für viele Privatkunden attraktiv, da er im Gegensatz zum O2 o etwas günstiger ist (29 Euro zzgl. MwSt) und obendrein eine Handy-Surf-Flatrate beinhaltet, die allerdings ab 300 Megabyte auf GPRS-Niveau abgeregelt wird. (Mit der Upgrade-Variante des Tarifs kann der Kunde die Begrenzung für 39 Euro monatlich auf fünf Gigabyte anheben.) Zwar bietet der Tarif O2 on genau wie der O2 o auch unbegrenzte Anrufe in alle deutschen Netze, jedoch fällt die Grundgebühr stets unabhängig von der tatsächlichen Nutzung an und SMS-Mitteilungen werden von der Flatrate nicht erfasst. Außerdem besitzt sowohl der O2 on Business als auch der O2 on Business Upgrade, wie die Tarife vollständig heißen, eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten.
Wer als Privatperson O2 on bestellt und nicht innerhalb von zwei Wochen eine Bestätigung der freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit nachreicht, rutsch automatisch in die Konditionen für Privatpersonen ab. Diese private O2 on-Variante wird nicht aktiv vermarktet, war im Test aber auf Nachfrage in einem O2-Shop in Erfurt und Berlin erhältlich. (Die beiden Ladengeschäfte hat Telefónica selbst unter der Marke o2 betrieben, es handelte sich dabei um keine Partner-Shops.) Gegenüber Selbstständigen sind Privatkunden aber deutlich schlechter gestellt: Sie müssen knapp 15 Euro im Monat mehr bezahlen, darüber hinaus wird die Handy-Surf-Flatrate schon ab 200 Megabyte auf die erheblich langsamere GPRS-Geschwindigkeit abgeregelt.

