Cupertino kündigt Software-Updates an
Stellungnahme: Apple antwortet auf Überwachungsvorwurf
Speichert Apple die Bewegungsdaten von iPhone- und iPad-Nutzern? Nein, sagt das Unternehmen, und führt gleichzeitig aus, dass es auch keine Pläne dazu gebe. Einem Patent zufolge sieht dies allerdings ganz anders aus.
Die Seite Gawker.com berichtet, dass der Apple-Manager Ronald Huang im September 2009 einen Antrag für "Lokalisierungsaufzeichungen für bewegungsbasierte Dienste" gestellt hat. Zu den Möglichkeiten im Rahmen des Antrags zählt demnach etwa eine durchsuchbare Karte, die sich aus dem Bewegungsprofil des Nutzers zusammensetzt und die Übertragung von Lokalisierungs-Daten zu Remote-Servern.
Apple hat unterdessen in der Stellungsnahme zur heimlichen Aufzeichnung von Bewegungsprofilen deutlich gemacht, dass die aufgezeichneten Informationen keine Standortdaten von iPhones und iPads seien. Vielmehr handele es sich um Daten über WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten in der Nähe der Nutzerstandorte. In der Summe sollen diese die Geolokalisierung verbessern, wenn etwa kein oder nur ein schlechtes GPS-Signal zur Verfügung steht. Diese Daten würden in einer anonymisierten und verschlüsselten Form an Apple geschickt.
Speicherung von anonymisierten Verkehrsinformationen
Die gesammelten Daten der Nutzern von i-Geräten werden in Form einer Cache-Datei auf der Apple-Hardware gespeichert, heißt es in Cupertino. Dass die Daten trotz Abschaltens der Ortungsdienste-Funktion in den Einstellungen weiter aufgezeichnet werden, ist nach Angaben des Unternehmens ein Fehler, der in einem zukünftigen Update behoben werden soll. Eine Software-Auffrischung soll auch dafür sorgen, dass der Cache verschlüsselt auf dem iPhone gespeichert und ein automatisches Backup der Datei bei der Synchronisierung mit iTunes aufgehoben wird.
Welche Daten von Cupertino gespeichert werden, können sich Nutzer - wie berichtet - auf einer Karte visualisiert anzeigen lassen. Dass iPhones und iPads diese Informationen über ein ganzes Jahr aufzeichnen, ist laut Apple ebenfalls ein Software-Fehler. Per Update soll der Zeitraum künftig auf eine Woche beschränkt werden, berichtet Engadget.
In der Stellungnahme macht Apple auch deutlich, dass neben der WLAN-Daten und Mobilfunkstandorte auch "anonymisierte Verkehrsinformationen" aufgezeichnet werden. Damit will das Unternhemen seinen Nutzern in den nächsten Jahren einen "verbesserten Verkehrsdienst" anbieten. Apple geriet bereits im Juli 2010 aufgrund der Nutzung von Geodaten in Bedrängnis, damals wurde bekannt, dass der Hersteller das iPhone als Umgebungsscanner nutzt.


Wegen der Speicherung der Aufenthaltsorte von iPhone- und iPad-Nutzern hat die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger eine datenschutzrechtliche Überprüfung von Apple gefordert.
Apple hat seit 2008 eine Datenbank aufgebaut, die Informationen über WLAN-Netze und Mobilfunkmasten weltweit enthält. Die Sammlung speist sich aus Daten, die automatisch über die iPhones des Unternehmens übertragen werden, ohne das der Nutzer davon weiß. Mit Hilfe der Daten will das Unternehmen unabhängiger von Mitbewerbern werden.
Auf iPhone- und iPad-Geräten speichert Apple unverschlüsselt Bewegungsprofile der Nutzer. Wozu die Daten dienen sollen ist noch schleierhaft. Offenbar nutzt Apple sie derzeit noch nicht. Sie können aber leicht durch Dritte ausspioniert werden.
In mehreren Ländern ermitteln Datenschützer gegen Apple wegen der angeblichen Speicherung von Bewegungsprofilen von iPhone- und iPad-Nutzern. Unternehmens-Chef Steve Jobs soll die Vorwürfe nun gegenüber einem erbosten Fan dementiert haben.
Apple erstellt Bewegungsprofile von iPhone- und iPad-Nutzern. Auch Handys mit Betriebssystemen von Microsoft oder Google offenbaren eine Datensammelwut. Die Ausmaße sind jedoch noch unklar.
Apple veröffentlicht ein Update für das Betriebssystem iOS. Es schränkt die Speicherung der Standortdaten von iPhone und iPad-Nutzern ein. Zum "Location Gate" will Apple zudem am 10. Mai vor einem Ausschuss des US-Senats Stellung nehmen.
Südkorea schließt seine Untersuchung des iPhone-"Location-Gate" ab. Die Regulierungsbehörde des Landes sieht Apple als schuldig an und verurteilt das Unternehmen zu einer Geldstrafe. Das könnte Vorbild für weitere Urteile sein.




