Panasonic TX-P 65 VT20 E: Monströser Plasma-Fernseher im Test
Bildqualität Standardsignale
Als beste Voreinstellung für ein ausgewogenes Bild erwiesen sich im Test die beiden AV-Modi "Professionell", die über neutrale Farben und viele Bildregler verfügen. Der eingebaute Tuner lässt sogar analoge TV-Signale gut aussehen. Da beste Bild erzielt man in dunklen Räumen, da die Strahlkraft des TX-P 65 VT20 E - typisch Plasma-Fernseher - niedrig ausfällt.
Helle Bilder tendieren dabei zum Flackern, ansonsten beobachtet netzwelt keine typischen Plasma-Schwächen. Das feine Grundrauschen kaschiert teilweise sogar die Fehler von Bildquellen, wodurch das Bild besonders natürlich wirkt. Leider ist die Schärfe bei Standardsignalen mit 576i nicht besonders hoch, weshalb man sie lieber hochskaliert zuspielen sollte. Lob für die Qualität bei Kameraschwenks: Sie gelingen erstklassig - ein Verschmieren ist nicht festzustellen.
Blu-ray-Sehtest
Hier kann der Riesenfernseher zeigen, war er wirklich auf dem Kasten hat. Und das tut er auch: Feine Details sehen herrlich scharf aus, durch die schiere Größe des Displays fühlt man sich in einen Kinopalast versetzt. Testbilder färbt er zwar teilweise leicht bläulich ein, doch davon bekommt man in der Praxis nichts mit. Auch der dezente Gelbstich, der an einer minimal zu niedrigen Farbtemperatur von 6.200 Kelvin liegt, macht sich im Alltag kaum bemerkbar. In düsteren Filmen wie "Krabat" zeigt der Japaner dann Flagge: Das Schwarz ist atemberaubend, die Durchzeichnung erstklassig. Ein tieferes Schwarz können derzeit nur LCD-TVs mit Local Dimming erzeugen, wobei aber auch störende Artefakte entstehen. Auch die 24p-Darstellung gelingt dem Riesen beeindruckend.
3D-Wiedergabe
Die beste 3D-Wiedergabe erzielt netzwelt im AV-Modus "Dynamik", weiterhin sollte man als Farbton "Warm" einstellen. Dann zeigt der 65-Zöller gute Farben und kommt auf eine Helligkeit von 30 Candela pro Quadratmeter, was im dunklen Heimkino ausreicht. 2D-Material kann er nicht in die dritte Dimension umwandeln, aber das ist nicht weiter tragisch, schließlich klappt das bei fast allen anderen Geräten nur mit bescheidenem Erfolg.
Bei der 3D-Blu-ray "Jagdfieber" kommen Tiefeneffekte besonders gut zur Geltung, was vor allem an der Größe des Bildschirms liegt. Gelegentlich treten Doppelkonturen auf, mit diesem Problem hat aber auch die Konkurrenz zu kämpfen. Die beiden beiliegenden Shutterbrillen bieten dank zwei verschiedener Nasenpolster einen guten Tragekomfort, den Bügeln mangelt es aber an Straffheit. Auch das Sichtfeld könnte etwas größer sein. Alles in allem überzeugt das Bild jedoch, auch wenn sich kleine Mängel wie leichtes Flimmern, eine niedrige Helligkeit und Geisterkonturen einschleichen.
Fazit
Hier kann wirklich das Wort "Heimkino" in den Mund nehmen - was für ein riesiges Gerät. Wer diesen Fernseher besitzt, geht wahrscheinlich nie mehr ins echte Kino. Aber nicht nur die Größe ist atemberaubend, sondern auch der Kontrast und die Ausstattung. Am besten genießt man die Bilder in dunklen Räumen, dann sieht man den gewöhnungsbedürftigen braunen Rahmen auch nicht mehr so stark. Im Internet bekommt man den TX-P 65 VT20 E für knapp unter 4.000 Euro - vielleicht schmeckt da das Popcorn ja gleich doppelt so gut.
