Im Alter von 81 Jahren
CD-Entwickler: Ex-Sony-Chef Norio Ohga gestorben
Die CD wäre ohne ihn vermutlich nie auf den Markt gekommen: Im Alter von 81 Jahren erlag der ehemalige Sony-Chef Norio Ohga am Ostersonnabend einem Organversagen. Ohga war auch an der Entwicklung anderer Technologien wie der Mini-Disc beteiligt.
Norio Ohga war noch Student, als er die Sony-Gründer Masaru Ibuka und Akio Morita kennenlernte. Die beiden waren von seinen Fähigkeiten angetan und beschäftigten Ohga zunächst als Berater. Damals hieß Sony noch Tokyo Telecommunications Engineering Corporation. 1959 wechselte Ohga dann vollständig zu dem japanischen Elektronikunternehmen.
Ohga wird als Visionär beschrieben. Maßgeblich war er an der Entwicklung der CD beteiligt. Er setzte sich mit seiner Idee durch, den Durchmesser des Silberlings auf 12 Zentimeter festzulegen. Ohga favorisierte dieses Format, weil es genügend Aufnahmekapazität (74 Minuten) mitbrachte, um Beethovens neunte Symphony ohne Unterbrechung aufzuspielen. Seine Erfolge führten auch zur Entwicklung anderer Formate wie der Mini-Disc, der CD-Rom und der DVD.
Ab 1989 Sony-CEO
Bei Sony leitete Ohga auch die Verhandlungen mit CBS Corp., die zur Gründung von CBS/Sony Records führten (jetzt: Sony Music Entertainment). Als Sony-Präsident ab 1982 verantwortete er den Kauf von Columbia Pictures im Jahre 1989. In seiner Rolle als Sony-CEO (ab 1989) fällt auch die Entwicklung der Spielkonsole PlayStation, die 1994 auf den Markt kam.
Norio Ohga war von 1994 bis 2003 Vorstandsvorsitzender von Sony. Danach betätigte er sich als Ehrenvorsitzender im Unternehmen. Ohga war auch in anderen Ländern geschätzt. So erhielt er 1994 das Bundesverdienstkreuz. Am Ostersonnabend ist Ohga in Tokyo im Alter von 81 Jahren an einem Organversagen gestorben.


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