Netzwelt testet die universelle Foto- und Design-Anwendung

Xara Designer Pro 6 im Test: Grafik-Studio für Profis

Designer, Künstler und Grafiker haben es in der modernen IT-Welt nicht leicht: Sie müssen sich für die Erstellung einer Webseite mit Programmen wie Adobe Dreamweaver auskennen, Kataloge mit Microsoft Office Publisher erstellen und die ganz normalen Dokumente in einer klassischen Textverarbeitung layouten. Dabei ist es schwierig, in jedem Programm immer eine ähnliche Gestaltung umzusetzen, damit ein Betrachter oder Leser sofort die Zusammengehörigkeit erkennt. Im geschäftlichen Umfeld heißt das Corporate Design.

Xara Designer Pro 6 verbindet Bildbearbeitung mit DTP-Software. (Bild: Netzwelt)
Xara Designer Pro 6 verbindet Bildbearbeitung mit DTP-Software. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Systemanforderungen
  2. 2Der erste Start
  3. 3Malen und Zeichen
  4. 4Formate für Dokumente
  5. 5Fazit
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Xara Designer Pro 6 möchte die Verteilung von Zeichen-, Mal- und Design-Aufgaben auf mehrere Programme beenden und einen großen Teil der kreativen Arbeit am Computer in einer einzigen Lösung bündeln. Die Anwendung entstammt dem gleichnamigen Software-Haus "The Xara Group" mit Hauptsitz in London, das bereits seit Januar 2007 als eigenständige Tochter der deutschen Firma Magix geführt wird. Eigentlich ist Magix eher im semiprofessionellen Bereich und mit Produkten für Multimedia-Einsteiger unterwegs, während Xara eher auf professionelle und erfahrene Anwender abzielt und damit ein Magix-Spitzenprodukt darstellt.

Systemanforderungen

Die Xara Group stellt bei dem Programm deutlich heraus, dass es speziell für Windows 7 entwickelt wurde. Damit zielen die Entwickler hauptsächlich auf langjährige Stammkunden, die auf das neueste Windows-Betriebssystem wechseln und den Xara Designer Pro 6 weiterhin nutzen möchten. Das Paket läuft außerdem noch unter Windows Vista und Windows XP. Im netzwelt-Test verweigerte das Programm unter Windows XP allerdings die Installation, sofern das aktuelle Service Pack 3 nicht installiert war. Dafür gibt sich Xara mit 256 Megabyte an Arbeitsspeicher zufrieden, während selbst deutlich kleinere Grafikprogramme meist einen deutlich höheren Wert empfehlen. Für die Installation sollen 200 Megabyte freier Festplattenspeicher genügen, was Xara Designer Pro 6 auch für Netbooks mit beschränkten Ressourcen interessant macht.

Bei der Preisgestaltung geht Xara für den Designer Pro 6 einen ungewöhnlichen Weg: Der Preis für die Retail- und Download-Fassung liegt identisch bei 299 Euro, obwohl andere Anbieter die Download-Kunden in der Regel mit einem Rabatt zur Online-Bestellung ködern. Diesen gibt Xara dafür lieber an die Kunden seiner Konkurrenten weiter: Wer eine Lizenz für ein anderes Grafik- oder Design-Programm besitzt, kann sich an den Support wenden und einen reduzierten Preis von 199 Euro für die Vollversion ergattern. Damit macht es die Firma Umsteigern leicht, etwa vom Marktführer Adobe Photoshop oder der CorelDRAW Graphics Suite auf Xara Designer Pro 6 zu wechseln. Wer nicht sofort hunderte Euro für die Anwendung ausgeben will, kann sich die 30-Tage-Testversion aus dem Netz laden. (Die Download-Größe beträgt ca. 165 Megabyte.)

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