FBI schließt große Poker-Portale

Sonntagsfrage: Nutzen Sie Online-Glücksspiele?

Vor gut einer Woche schloss die US-Bundespolizei FBI vier große amerikanische Online-Pokerräume und verhaftete deren Betreiber, da sie gegen geltendes Recht verstoßen hatten. Der Vorwurf lautet unter anderem Bankbetrug, Geldwäsche und illegales Glückspiel. In Deutschland ist das Glücksspiel um Geld außerhalb des Staatsmonopols verboten. Zocken Sie ab und zu online? 

Pokerstars.eu
Über Pokerstars.eu können deutsche Spieler um Geld spielen - dabei ist Online-Glücksspiel außerhalb des Monopols in Deutschland vorboten. (Bild: Screenshot) 

Wer in den letzten Tagen die .com-Domains der bekannten Online-Pokerräume Pokerstars, Full Tilt Poker, Absolute Poker und Ultimate Bet besuchen wollte, sah nur noch den FBI-Banner mit dem Hinweis, dass die Seiten wegen illegalen Glücksspiels geschlossen worden seien. Insgesamt wurden 76 zugehörige Konten in 14 Ländern eingefroren und damit auch die eingezahlten Gelder der Kunden. Normalerweise verlieren die Spieler ihr Geld auf andere Weise.

Nutzen Sie Online-Glücksspiele?

1. Ja, ich liebe den Nervenkitzel und gewinne auch häufig. 2. Nein, das ist mir zu gefährlich. 3. Ich halte generell nichts von Glücksspielen. 4. Was sagen denn die anderen?
Werbung

Glückspiel: In Deutschland verboten, im Web leicht zugänglich

In Deutschland ist allein der Staat zur Durchführung von Lotterien oder Wetten berechtigt, private Angebote sind dagegen verboten. Gegen Glücksspiel-Webseiten aus dem Ausland kann der Staat jedoch nichts unternehmen. So bietet die deutsche Pokerstars-Webseite lediglich Spielgeld-Tische an; ohne Aufwand können Interessierte jedoch die europäische Webseite des Anbieters besuchen und dort um echtes Geld spielen. Zudem gibt es Dutzende Seiten, die mit kurzweiligen Spielen und vermeintlich kleinen Beträgen ab 0,50 Euro um Spieler werben.

Online-Spieler besonders gefährdet

Online-Spieler verlieren schnell den Bezug zum Geld. Anders als im Casino oder am Automaten, wo Spieler Münzen und Scheine gegen Chips eintauschen und aus der Hand geben, macht die digitale Welt das Einsetzen der Beträge deutlich schneller und einfacher. Eine Studie der Universität Hamburg verfolgte das Spielverhalten von 580.000 deutschen Echtgeld-Pokerspielern über sechs Monate. Dabei verlor jeder Spieler im Durchschnitt etwa 166 Euro. Spielen Sie online um Geld? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum mit der Redaktion und anderen Lesern.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

kleine Korrektur:) Im Durschnitt bezahlte jeder Spieler 166 Euro an Gebühr, so zumindest steht es in der Quelle;) Und dies sagt ja nunmal nichts über den Gewinn oder Verlust aus, sondern ist ja nur ein...

Nö Danke! Online-Spiele sollten nur Spaß machen und nicht an Geld gekoppelt sein. Geld hat die Eigenschaft, kontrolliert werden zu müssen - und das können auch nur die Anbieter gewisser zweifelhafter...

Zitat: Naja ich würde Poker, jetzt nicht als Glücksspiel bezeichnen. Genau, und weil Onlinepoker nichts mit Glück zu tun hat ist das FBI auch so in Harnisch geraten :P

Naja ich würde Poker, jetzt nicht als Glücksspiel bezeichnen. Da spielen viel mehr Faktoren als nur Glück mit rein. Versteh sowieso nicht die Aufregung und den FBI.

Kommentieren