Die alte und die neue Denke

Kommentar: Computer, Hightech und Atomkraft

Über die Tücken der Computertechnik können wir Anwender uns jeden Tag ärgern. Dass Computer aber in unserer Gesellschaft eine sehr nützliche Rolle spielen, werden selbst diejenigen nicht mehr bezweifeln, die den Personal Computer früher als Teufelszeug verdammt haben.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Rechenzentren für Öko-Freaks
  2. 2Die alte und die neue Denke
  3. 3Atomenergie ist alte Schule
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Die segensreiche Wirkung der Computertechnik wird zur Zeit besonders deutlich, wenn man den Megatrend "Green IT" betrachtet. Dabei geht es um viel mehr als Umweltschutz. Hier zeichnet sich eine grundlegend neue Denkweise ab, die auch in anderen Branchen Schule machen wird. Hightech wird neu definiert. In diesem Sinne ist die Kernenergie kein Hightech, sondern altes Denken.

Aber der Reihe nach.

IT-Hersteller werben in den letzten Jahren offensiv damit, dass ihre Computer, Notebooks oder Displays immer weniger Strom verbrauchen. Daneben versuchen sie auch, die Verwendung schädlicher Materialien in der Fertigung zu vermeiden, Verpackungsmaterial zu reduzieren und die Entsorgung zu organisieren.

Rechenzentren für Öko-Freaks

Der Trend ist auch bei der großen IT-Technik, sprich: bei Rechenzentren zu beobachten. Die Großen der Branche wie Yahoo, Cisco, Google, IBM oder HP arbeiten fieberhaft daran, überall auf der Welt neue Rechenzentren hochzuziehen. Dabei achten die Konstrukteure auch stark darauf, die Energieeffizienz zu erhöhen. Sie begnügen sich nicht damit, stromsparende CPUs in die Server-Mainboards zu stecken. Bei der Kühlung der Serverräume nutzen sie alle Kniffe der modernen Gebäudetechnik und nutzen Umgebungsbedingungen wie Lufttemperatur, Windverhältnisse und Sonneneinstrahlung, um den Einsatz umweltbelastender Klimaanlagen einzuschränken. Kühle Umgebungsluft wird in Serverräume geleitet, Abwärme aus Serverschränken wandert in den Heizkreislauf der Büroräume.

Daneben investieren die Großen der IT-Branche auch in erneuerbare Energien. HP generiert in seinen deutschen Standorten Bad Homburg und Böblingen Solarstrom für die Büros. Google gibt 350 Millionen US-Dollar für Windparks und Solarturm-Kraftwerke aus.

Noch vor ein paar Monaten hätte man Leute, die von Windrädern und Solarzellen schwärmen, ungestraft als Öko-Spinner und grüne Romantiker beschimpfen dürfen. Wer würde heute die Manager von Google, HP, Cisco oder Yahoo als Öko-Spinner bezeichnen? Das hängt natürlich damit zusammen, dass die Computerleute technologisch weit vorne sind und deshalb einen gewissen Respekt genießen.

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