Designboxen aus Deutschland

Canton Karat-Set: Schneeweißes 5.1-Surround-Ensemble im Test

Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold, sagt das Lexikon - da kommt Neugier auf, wenn ein etablierter Boxenbauer einer Lautsprecherserie diesen Namen verpasst.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Technik
  2. 2Surround-Hörtest
  3. 3Stereo-Klang
  4. 4Fazit
In den drei Hochglanzvarianten Schwarz, Weiß und Titan erhältlich: Cantons Karat-Set. (Bild: netzwelt)
In den drei Hochglanzvarianten Schwarz, Weiß und Titan erhältlich: Cantons Karat-Set. (Bild: netzwelt)
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Design und Technik

Die Karat-Serie gibt es schon länger, doch Canton, Deutschlands größter Lautsprecherhersteller, hat sie überarbeitet. So heißen die beiden Frontboxen jetzt zum Beispiel nicht mehr Karat 790 DC, sondern Karat 790.2 DC. Paarpreis: 2.500 Euro. Hinzu kommen noch die kleineren Surroundboxen namens 770.2 DC, die bei 2.000 Euro pro Paar liegen, sowie der Center-Lautsprecher Karat 755.2, dessen Listenpreis bei 550 Euro angesiedelt ist. Und ein Subwoofer kommt natürlich auch noch hinzu: der SUB 1200 R für 2.000 Euro. Macht unter dem Strich 7.050 Euro - ein stolzer Preis, der hohe Erwartungen weckt.  

Beginnen wir beim nicht gerade preiswerten Basswürfel, der fast 27 Kilogramm auf die Waage bringt und eine ungewöhnlich umfangreiche Fernbedienung mitbringt. Über sie lassen sich - wie praktisch - vier Raumkorrektur-Modi für verschieden große Räume abrufen. Das 30-Zentimeter-Chassis des Tieftonmeisters besteht aus einer Sandwichmembran aus Aluminium und Graphit, die an einer Wave-Sicke hängt. Letztere weist zwei halbkreisförmige Wölbungen auf - eine nach vorn, eine nach hinten. Dadurch werden nicht nur größere Hübe ermöglicht, sondern auch ein kontrollierteres Schwingen. Doch das ist nicht alles an Finessen: Das Entwicklerteam um Frank Göbl setzte nicht auf ein Bassreflexrohr, sondern auf eine ebenfalls 30 Zentimeter große Passivmembran auf der Unterseite. So werden eventuell auftretende Luftgeräusche von Bassreflexrohren elegant umgangen.    

Um das Chassis und auch die Elektronik vor Überlastung zu schützen, spendierte Canton dem Sub gleich zwei Pegelbegrenzer mit unterschiedlichen Frequenzbereichen. Das obere davon schützt die Endstufe vor Übersteuerung, das untere sorgt hingegen dafür, dass das Chassis nicht zu viel Hub ausführen kann. 

Typisch für die Karat-Serie ist, dass alle Standboxen ihre Tieftöner nicht auf der Front tragen, sondern auf der Innenseite. Das ermöglicht die besonders schmale Bauweise der Karat-Boxen, die auch ein Design-Statement sein sollen. Dabei kommt im Bassbereich Cantons DC-Technik zum Einsatz, die bei geringem Maximalhub dennoch für einen ordentlichen Tiefbass sorgt. Auf den Vorderseiten der vier Standboxen und des Centers sitzen jeweils zwei Tief-/Mitteltöner. Beim Center und den Frontboxen sind sie 16 Zentimeter groß, bei den Surrounds nur 13 Zentimeter. Dabei ist Arbeitsteilung angesagt: Ein Chassis übernimmt die oberen Mitten, das andere die unteren Mitten und Teile des Basses. Auch hier kommt die bereits oben beschriebene Wave-Sicke mit den Aluminium-Membranen zum Einsatz.

Canton Karat-Set

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Aber auch der neu entwickelte Hochtöner muss erwähnt werden, denn die aus Aluminium-Mangan gefertigte Kalottenmembran und der Schwingspulenträger bestehen aus einem Stück. Das hat gleich mehrere Vorteile: mehr Stabilität, keine resonanzanfälligen Klebestellen, Hilfe bei der Abführung von Hitze. Dabei setzte Canton auf modernste Computertechnik und aufwendige Simulationsprogramme, mit deren Hilfe der Hochtöner so getrimmt wurde, dass der Frequenzbereich bis zu 38 Kilohertz reicht. Hinzu kommt noch, dass die Ingenieure der Kalotte eine kurze, hornartige Schallführung verpassten, die das Rundstrahlverhalten optimiert.