Für Einsteiger und semiprofessionelle Nutzer
VideoStudio Pro X4 im Test: Solider Video-Editor von Corel
Die Nachbearbeitung privater (Urlaubs-)Filme ist seit jeher eine schwierige Sache: In der analogen Welt aus Super8- sowie VHS-Medien war das Schneiden ausschließlich Experten mit umfangreichem Equipment vorbehalten, auch in der digitalen Welt scheuen viele Heimanwender den Umgang mit den entsprechenden Programmen. Dafür gibt es auch gute Gründe: Entweder überfordern Profi-Lösungen wie Final Cut oder Premiere den unbedarften Nutzer, oder er muss - wie es beim Windows Movie Maker oder Corel Digital Studio der Fall ist - auf viele praktische Funktionen und Effekte für die Bild- und Ton-Bearbeitung verzichten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Preise und Installation
- 2Einrichten und Starten
- 3Formate: DV oder DVD
- 4Filter, Effekte und Titel
- 5Neues Material sichern
- 6Fazit
Das Programm VideoStudio Pro X4 aus dem Hause Corel positioniert sich dagegen im Mittelfeld und möchte sowohl professionelle Nutzer ansprechen, ohne ambitionierte Heimanwender zu vergraulen. Netzwelt testet, wie leicht der Umgang mit der Software wirklich ist.
Dabei soll sich die Software nach dem Willen der Entwickler nahtlos in die Produktpalette der Firma aus Seattle einfügen, die sich auf das Multimedia-Segment spezialisiert hat und sehr häufig immernoch auf das Vektorwerkzeug CorelDRAW reduziert wird.
Preise und Installation
Der Lizenzpreis des Programms liegt für die Vollversion bei 89,98 Euro - leider gibt es bei Corel nicht einmal Vergünstigungen für Schüler, Studierende und andere Menschen in Lehre und Forschung, wie es bei anderen Software-Firmen schon lange üblich ist. Immerhin können sich interessierte Nutzer aber eine kostenlose 30-Tage-Testversion des Programms herunterladen, um das aktuelle VideoStudio ohne große Investitionen auszuprobieren. Für den Download der knapp 764 Megabyte großen Setup-Datei ist zwar auf der Webseite keine Registrierung notwendig, Corel möchte den Benutzer aber gerne beim ersten Start der Software dazu zwingend - der Assistent lässt sich nicht überspringen.
Nutzer können dem Hersteller aber ein Schnippchen schlagen, wenn Sie einfach die Internetverbindung vor dem Start des VideoStudio trennen - dann meldet sich das Dialogfenster für die Registrierung zwar immernoch, kann aber direkt beendet werden.
Für eine erfolgreiche Installation vonh VideoStudio Pro X4 sollte der PC des Benutzers mindestens über einen aktuellen Doppelkern-Prozessor aus dem Hause Intel oder AMD verfügen, da sonst die Wartezeiten für das Schneiden eines Films unerträglich werden können. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher, wie man es heute noch in vielen Desktop-PCs findet, ist ebenfalls etwas zu wenig - besser sind zwei Gigabyte.
Ein kleiner Arbeitsspeicher lässt sich bis zu einem gewissen Grad durch einen ausreichend großen Grafikspeicher kompensieren, für den Corel selbst mindestens 256 Megabyte als Systemvoraussetzung angibt. Ferner sollte die Auflösung des Bildschirms mindestens 1024 mal 768 Pixel betragen, damit das Hauptfenster des Programms komplett dargestellt werden kann und es keine Schwierigkeiten in der Bedienung gibt. Als Betriebssystem unterstützt das VideoStudio X4 natürlich Microsoft Windows 7, Windows Vista und noch Windows XP (mit SP3).
Installation der Version X4
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Bild vergrößern Das Programm VideoStudio stammt ursprünglich von Ulead, gehört heute aber zu Corel. (Bild: Corel/Netzwelt) - Bild 2 von 6
Bild vergrößern Für die Installation müssen natürlich die Lizenzbedingungen bestätigt werden. (Bild: Netzwelt) - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Der Nutzer muss gleich im zweiten Schritt seinen gewünschten Videostandard - PAL oder NTSC - auswählen. (Bild: Netzwelt) - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Wer QuickTime oder den Flash Player nicht installiert sehen möchte, sollte die beiden Programme in den erweiterten Optionen abschalten. (Bild: Netzwelt) - Bild 5 von 6
Bild vergrößern Die eigentliche Installation benötigt etwa 15 Minuten, selbst auf schnellen PCs. (Bild: Netzwelt) - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Dabei schaufelt der Setup-Assistent knapp 1,5 Gigabyte neue Daten auf der Festplatte ab. (Bild: Netzwelt)






