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Laptop Air: Samsung 900X3A im Test
1,3 Kilogramm leichter MacBook-Air-Konkurrent

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Samsung hat sich Zeit gelassen: Drei Jahre nach dem ersten Macbook Air bietet der Konzern aus Südkorea mit dem 900X3A ein Konkurrenzprodukt an. Das Notebook ist geschlossen keine zwei Zentimeter hoch, wiegt nur 1,3 Kilogramm und verfügt über einen 13,3 Zoll großen Bildschirm.

Leichtgewichtig, extrem dünn und mit schneller Festplatte: Beim Samsung 900X3A liegt der Vergleich mit Apples Macbook Air auf der Hand und ist vom Hersteller durchaus beabsichtigt. Die Leistung steht jedoch hinter dem Formfaktor zurück, so dass das Notebook vor allem als vorzeigbarer und dauerhafter mobiler Begleiter taugt.

Dünnes Leichtgewicht mit schneller Festplatte

Exakt 1.341 Gramm bringt das Samsung 900X3A auf die Waage und wiegt damit ungefähr ein Kilogramm weniger als die meisten Notebooks und nur ein wenig mehr als ein durchschnittliches Netbook. Zusammengeklappt ist das Gehäuse nur 17 Millimeter hoch und findet in jeder Tasche in die A4-Papier passt noch Platz.

Der matte 13,3 Zoll große Bildschirm des Samsung 900X3A leuchtet mit 400 Candela pro Quadratmeter heller als die meisten Desktop- und Notebook-Monitore. Die Anzeige mit 1.366 x 768 Pixeln verfügt zudem über größere Blickwinkel als viele andere Laptops. Nur die Reflexionen auf dem glänzenden schwarzen Rahmen stören gelegentlich.

Beim internen HD-Grafikchip von Intel und dem ebenfalls von Intel stammenden Core i5-Prozessor 2537M, dessen 1,4 Gigahertz sich im "Turbo Boost"-Modus auf bis zu 2,3 Gigahertz erhöhen, handelt es sich nur um Durchschnitts-Hardware. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher gehören inzwischen auch zur Standard-Ausstattung von Laptops jenseits der Einsteiger-Modelle.

Hochwertige Technik steckt aber auch im Samsung 900X3A. Die flashbasierte SSD-Festplatte mit einer Speicherkapazität von 128 Gigabyte arbeitet nicht nur lautlos, sondern auch schneller und verbraucht auch weniger Strom als herkömmliche Festplatten. Auf ein optisches Laufwerk muss der Nutzer des Notebooks, auf dem der Hersteller Windows 7 Professional als Betriebssystem installiert, wie beim Apple-Konkurrenten verzichten.

Samsung 900 X3A im Test

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1,3 Kilogramm leichtes Notebook mit mattem 13,3 Zoll großen Bildschirm.

Schnelle Festplatte, mittelmäßige Rechenleistung

Samsung baut einen Lithium-Polymer-Akku mit sechs Zellen fest in das 900X3A ein. Die genaue Stromstärke verschweigt der Hersteller allerdings bei den Produktinformationen. Unter den ungünstigen Testbedingungen - bei aktiviertem WLAN und maximaler Bildschirmhelligkeit - fällt die Laufzeit des Akkus weder auffällig kurz noch besonders lang aus. Ein Film sollte zu Ende sein, bevor der Strom nach 158 Minunten versiegt. Wer Texte schreibt hat hierzu mit 232 Minuten deutlich länger Zeit. Schaltet der Nutzer das WLAN aus oder verringert die Bildschirmhelligkeit erhöht sich die Akkulaufzeit natürlich.

Die Lautstärkeentwicklung des Samsung 900X3A geht gegen Null. Mit dem menschlichen Ohr sind keine Geräusche zu hören. Die Festplatte dreht sich nicht und die Lüftung ist auf ein Minimum reduziert und befindet sich an der Unterseite des Notebooks.

Der Core-i5-Prozessor von Intel erreicht im Benchmark-Test nur 1,40 Punkte und damit deutlich weniger als andere aktuelle Notebook-Prozessoren des Herstellers. Der integrierte HD-Grafikchip von Intel schaffte 4,93 Bilder pro Sekunde und liegt damit deutlich hinter mobilen Grafikkarten zurück. Für Anwendungen wie E-Mails schreiben, im Internet surfen oder Texte schreiben reicht die Hardware aber genauso aus, wie für HD-Videos und Streaming-Videos aus dem Internet. Für rechenintensive Programme oder Spiele eignet sich der Laptop dagegen konzeptbedingt nicht.

Festplattengeschwindigkeit 128GB SSD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
181,5 MB/sek.193,3 MB/sek.187,8 MB/sek.0,2 ms

In Sachen Geschwindigkeit hängt die SSD herkömmliche Festplatten erwartungsgemäß deutlich ab. Die durchschnittliche Transferrate liegt drei bis viermal höher als bei HDD-Speichern. Die hohe Geschwindigkeit des Speichers sorgt trotz der mittelmäßigen Rechenkraft des Samsung 900X3A dafür, dass sowohl das Betriebssystem schneller hochfährt als auch Programme spürbar schneller starten.

Ein Touchpad mit Eigenleben

Die Handballenablagen des Samsung 900X3A fallen angenehm groß aus, so dass der Nutzer anders als bei so manchen Macbook-Modellen von Apple die harten Kanten nicht beim Tippen spürt - aber dafür bei der Nutzung des Touchpads. Dieses reagiert schon auf kleinste Berührungen ohne Verzögerung, bewegt den Cursor in der Standard-Einstellung allerdings sehr langsam, wodurch er sich aber genau manövrieren lässt.

Die Touchpadtasten des 900X3A sind komplett in das Touchpad integriert und nicht einmal optisch abgetrennt. Der Nutzer muss die Sensorfläche an der unteren Kante drücken, wobei es dem Nutzer nicht schwer fällt zwischen rechter und linker Taste zu unterscheiden. Die Druckpunkte des Touchpads fallen klar und deutlich aus.

Beim Testgerät entwickelte das Touchpad allerdings zeitweise ein Eigenleben. Es bewegte den Mauszeiger sehr langsam und führte Klicks nicht mehr auf Eingabe sondern selbstständig und unberechenbar aus. Dieser Fehler trat aber erst nach einiger Nutzung auf und beschränkt sich hoffentlich auf ein Gerät.

Die Tastatur des Samsung 900X3a bietet bis auf den Nummernblock alle wichtigen Tasten. Sondertasten sind durch Form und Größe sinnvoll hervorgehoben, nur die Pfeiltasten hätten etwas größer ausfallen können. Die übrigen Tasten sind angenehm groß, weisen ausreichend Abstand zueinander auf und bieten weiche, aber trotzdem klare Druckpunkte. Die Sonderfunktionen der "Fn"-Taste hat Samsung fast vollständig auf die F-Tasten verteilt.

Bei Bedarf schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur an. Sie nutzt den gleichen Helligkeitssensor wie der Bildschirm, wenn er seine Helligkeit selbst reguliert.

Anschlüsse zum Ausklappen

Das Gehäuse des Samsung 900X3A besteht aus so genanntem Duraluminium, das besonders leicht und robust sein soll und auch im Flugzeugbau zum Einsatz kommt. Das Test-Notebook von netzwelt zeigt sich einwandfrei verarbeitet und auch die Tastatur gibt bei starken Druck nur wenig nach. Bei starken Belastungen knackt teilweise die aus Kunststoff bestehende Unterseite des Laptops.

Bei dem dünnen Gehäuse ist nicht viel Platz für Anschlüsse vorhanden. Samsung versteckt sie ein wenig, damit die runden Kanten des 900X3A erhalten bleiben. Der Nutzer kann auf der rechten Seite des Notebooks ein MicroSD-Kartenlesegerät, einen Audio-Anschluss und eine USB-Buchse ausklappen - ganz genauso löste Apple dies bei seinem ersten MacBook-Air-Modell. Auf der linken Seite befinden sich je eine Mini- und Micro-Variante eines LAN- und eines HDMI-Anschlusses sowie die zweite USB-Buchse.

Fazit: Schnell verblasster Neidfaktor

Mit seinem Gewicht und der dünnen Bauform stört das Samsung 900X3A nicht im Tagesgepäck und zieht sogar den einen oder anderen neidischen Blick auf sich. Mit dem Notebook lässt es sich gut mobil arbeiten, aber die Hardware bewegt sich eher zwischen Netbook und Mittelklasse-Notebook als im Hochleistungsbereich, den andere Geräte dieser Preisklasse wie das Acer Aspire 5950G bieten.

Den hohen Preis zahlt der Nutzer für die Bauform, die Exklusivität und die schnelle SSD-Festplatte des Samsung 900X3A. Dabei muss er aber zu Kompromissen bei den Anschlüssen bereit sein.

Award Samsung 900X3A

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für das 900X3A beträgt stolze 1.599 Euro. Bisher halten sich die Internet-Händler an die Vorgabe, so dass online der Preis noch nicht gesunken ist. Auf der CES Anfang des Jahres stellte Samsung bereits auch eine 11-Zoll-Variante der dünnen 9er-Serie vor, die jedoch bisher nicht für den deutschen Markt vorgesehen ist.

Samsung ist nicht der erste Notebook-Hersteller, der versucht einen dünnen Laptop als Konkurrent für das Macbook Air am Markt zu etablieren. Die Verkaufserfolge des Lenovo X300, des Dell Adamo, der Slim-Serie von MSI blieben bisher jedoch übersichtlich.

Kommentare zu diesem Artikel

Samsung hat sich Zeit gelassen: Drei Jahre nach dem ersten Macbook Air bietet der Konzern aus Südkorea mit dem 900X3A ein Konkurrenzprodukt an. Das Notebook ist geschlossen keine zwei Zentimeter hoch, wiegt nur 1,3 Kilogramm und verfügt über einen 13,3 Zoll großen Bildschirm.

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  • champion2001 schrieb Uhr
    AW: Laptop Air: Samsung 900X3A im Test

    Naja, ich hab das erste mal einen Videotest auf Netzwelt.de gesehen und sorry, selten so viel schmarn auf einmal gehört:-D. nur mal zum letzten Satz: für den gleichen Preis Geräte mit mehr Rechenkraft?? Das ist schon möglich aber nicht mit den Ausmaßen ;-). Das der heri verbaute Bildschirm einsame Spitze ist wird auch nicht wirklich hervor gehoben. Die Vorteile dieses Netbooks sind: SSD Festplatte, einen ULV i5 Prozesser, elegantes Design, sher mobil, wahninns Bildschirm, der auch bei meximaler Sonneneinstrahlung Arbeiten zulässt,...
  • capa schrieb Uhr
    AW: Laptop Air: Samsung 900X3A im Test

    Das MacBookAir hatte eine 128GB SSD? Wahrscheinlich ebenso ein Alleinstellungsmerkmal auf dem (Sub)Notebooksektor wie ein 13,3 Zoll Monitor. Oder nur das Matte? Wow, na dann ist es ja wirklich vergleichbar. Ansonsten ist das natürlich Quark von vorn bis hinten, nur weil ein Notebook flach ist. Apple hat nur 11 und 13 Zöller im Angebot, das Display ist dank Hochglanz als Spiegel nutzbar, insbesondere draußen im Sommer. Aber Hauptsache der Rand stört hier... Und geliefert wirds beim Apfel standardmäßig mit 2GB RAM. 4GB sind Standard? Ah ja... Und der Prozessor beim Apple ist ein Core 2 Duo, hier gibts nen Core i5. Durchschnitt? Alles klar. Interessant wären ja auch mal die Modelle für weniger Geld, die das Selbe bieten, natürlich inkl. SSD, denn die macht es ja bekanntlich teuer. Hallo lagermeister, im direkten Vergleich mit dem MacBook Air fällt die technische Ausstattung des 900X3A natürlich besser aus. Vergleicht man das Samsung-Notebook jedoch mit anderen Windows-Geräte, die zugegeben dicker und schwerer sind, erreicht der Prozessor keine besonders herausragenden Leistungswerte, da in vielen Notebooks ein Core i5 steckt, und auch die vier Gigabyte Arbeitsspeicher sind dann keine Besonderheit mehr. Auch beim Core i5 ist nicht alls Gold was glänzt: Der Chip im 900X3A ist normal nur mit 1,4 Gigahertz getaktet und erreicht so im Benchmark-Test weniger Punkte als der höher getaktete, ältere Core i3 im Asus B53F. Das Sony Vaio CA kostet zum Beispiel nur rund 900 Euro und verfügt - von der Festplatte abgesehen - über eine deutlich leistungsfähigerer Hardware. Der Nutzer kann sich sogar vergleichsweise leicht eine 128-GB-SSD einbauen, die je nach Modell zwischen 250 und 400 Euro kostet. Die Gesamtkosten lägen mit maximal 1300 Euro immer noch unter dem 900XA, wo der Nutzer eben für das Design und die Bauform mitzahlt. Durchschnittliche Grüße Capa
  • wes schrieb Uhr
    AW: Laptop Air: Samsung 900X3A im Test

    Ziemlich schlechter Testbericht.... unterdurchschnittlich würd ich sogar sagen. Ihr geht kein einziges Mal auf die brilliante Display-qualität des 900X3A ein etc.
  • lagermeister schrieb Uhr
    AW: Laptop Air: Samsung 900X3A im Test

    Das MacBookAir hatte eine 128GB SSD? Wahrscheinlich ebenso ein Alleinstellungsmerkmal auf dem (Sub)Notebooksektor wie ein 13,3 Zoll Monitor. Oder nur das Matte? Wow, na dann ist es ja wirklich vergleichbar. Ansonsten ist das natürlich Quark von vorn bis hinten, nur weil ein Notebook flach ist. Apple hat nur 11 und 13 Zöller im Angebot, das Display ist dank Hochglanz als Spiegel nutzbar, insbesondere draußen im Sommer. Aber Hauptsache der Rand stört hier... Und geliefert wirds beim Apfel standardmäßig mit 2GB RAM. 4GB sind Standard? Ah ja... Und der Prozessor beim Apple ist ein Core 2 Duo, hier gibts nen Core i5. Durchschnitt? Alles klar. Interessant wären ja auch mal die Modelle für weniger Geld, die das Selbe bieten, natürlich inkl. SSD, denn die macht es ja bekanntlich teuer. Sorry, aber unter Durchschnitt war nur der Artikel und die Worte im Video...

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Laptop Air: Samsung 900X3A im Test
Laptop Air: Samsung 900X3A im Test
Mit dem 900X3A bietet Samsung ein Notebook an, das über einen 13,3 Zoll großen Bildschirm verfügt, nur 1,3 Kilogramm wiegt und geschlossen weniger als zwei Zentimeter hoch ist - da liegt der Vergleich mit dem Macbook Air nahe.
http://www.netzwelt.de/news/86343-laptop-air-samsung-900x3a-test.html
2011-04-18 16:29:38
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/onbeat-bringt-jbl-erste-dockingstation-ipad-markt-bild-jbl4968.png
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