Abgesagt - kein wirtschaftlicher Erfolg
Games Convention Online: Leere Hallen in Leipzig
Eigentlich hätte in diesem Jahr zum dritten Mal die Games Convention Online in Leipzig stattfinden sollen. Die Leipziger Messe gab jetzt allerdings bekannt, dass der Kongress abgesagt wurde. Der Grund: Zu wenig Interesse aus der Branche.

So heißt es in der Pressemitteilung der Leipziger Messe, dass die Mehrheit der Branche signalisiert habe, in diesem Jahr nicht an der Business- und Networking-Plattform für Browser-, Client- und Mobile-Games teilzunehmen. Die Veranstaltung lasse sich deshalb "betriebswirtschaftlich nicht mehr positiv darstellen".
Eine Idee alleine reicht nicht aus
Gleichzeitig erklärte die Pressesprecherin der Leipziger Messegesellschaft Heike Fischer, dass die Messe der Branche aber weiterhin zur Verfügung stehe. Fischer ergänzte, dass wenn die Industrie neue Formate oder neue Standorte für wirksame Veranstaltungen der Spielebranche suche, können sie schnell darauf reagieren und die erprobte Struktur aktivieren.
Auch auf der Internetseite der Games Convention Online wird die Absage inzwischen bekannt gegeben. Die Ideen und die Themen, die gemeinsam entwickelt wurde, seien zwar innovativ gewesen. Dennoch reiche am Ende eine Idee allein nicht aus, um eine Messe und einen Kongress wirtschaftlich erfolgreich durchzuführen.
Spielebranche wanderte 2009 nach Köln ab
Die Games Convention Online fand zum ersten Mal im Jahr 2009 statt, nachdem die Spielebranche nach Köln abgewandert ist. Dort wird seit drei Jahren die Gamescom veranstaltet, da der Standort Leipzig von vielen Ausstellern und dem Branchenverband als nicht mehr zeitgemäß empfunden wurde. Bereits im ersten Jahr wurde die Gamescom die größte Spielemesse weltweit. Dieses Jahr findet sie vom 17. bis zum 21. August statt.
Die Leipziger Messe Games Convention wurde nicht abgesagt, sondern änderte ihren Schwerpunkt auf Online-Spiele. Bereits im ersten Jahr reisten allerdings deutlich weniger Besucher und Aussteller an. Im Jahr 2010 wurde die Messe dann kurzer Hand zum Fachkongress erklärt, da zu wenige Anmeldungen im Publikumssektor vorlagen. Aussteller zeigten sich am Ende enttäuscht.
