Distribution mit klarem Fokus auf Partitionen

Parted Magic 6.0: Das Rettungs-Linux für Festplatten im Test

Linux erobert trotz der starken Konkurrenz immer mehr Desktop-Computer. Dabei haben Nutzer im Gegensatz zu kommerziellen Plattformen die Qual der Wahl, die richtige Distribution für ihren jeweiligen Zweck auszuwählen. Neben Ubuntu, OpenSUSE, Fedora, Debian GNU/Linux und anderen populären Systemen gibt es im Internet auch eine große Bandbreite hochgradig spezialisierter Distributionen, die eine häufig kleine aber feine Nutzergruppe sorgsam pflegen.

Parted Magic - Parted Magic verzichtet in Version 6.0 wieder auf ein grafisches Boot-Menü. (Bild: Netzwelt)
Parted Magic verzichtet in Version 6.0 wieder auf ein grafisches Boot-Menü. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die neue Version 6.0
  2. 2Direkt aus dem RAM
  3. 3Minimale Oberfläche
  4. 4Partitionen erkennen
  5. 5Noch mehr Software
  6. 6Fazit

Eine der beliebtesten Spezial-Distributionen ist Parted Magic, das sich ausschließlich auf die Partitionierung von Festplatten konzentriert. Parted Magic gibt es bereits seit dem Jahr 2006. Anders als die Konkurrenz basiert das System nicht auf dem beliebten Debian-Betriebssystem, das etwa Grundlage für Knoppix ist, sondern nutzt als Ausgangspunkt die Slackware-Distribution. (Diese ist sogar noch ganze drei Jahre älter als die erste Debian-Version.) Mittlerweile haben sich die Entwickler mit Parted Magic aber so stark vom Slackware-Original entfernt, dass praktisch keine deutliche Verwandtschaft mehr erkennbar ist und das Projekt als eine eigene, unabhängige Distribution mit maximaler Freiheit bezeichnet werden kann.

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Die neue Version 6.0

Erst vor wenigen Tagen haben die Entwickler Parted Magic in der neuesten Fassung 6.0 zum Herunterladen auf der offiziellen Projektseite bereitgestellt. Wer sich das System näher ansehen will, muss sich dabei noch vor dem Beginn des Download-Vorgangs für eine bestimmte Variante entscheiden: Parted Magic 6.0 gibt es in Form einer klassischen Live-CD, die als ISO-Image vorliegt und mit einer Größe von knapp 165 Megabyte auf alle optischen Medien und jeden USB-Stick passt.

Die Webseite des Parted Magic-Projekts bietet eine Anleitung, wie man eine ISO-Datei auf einen USB-Stick "brennen" kann und diesen auch noch als bootbares Medium konfiguriert. Neben dem ISO-Image gibt es auch noch die Möglichkeit, Parted Magic als PXE-Image herunterzuladen. Dabei wird lediglich eine minimalistische Datei auf ein Boot-Medium gespielt - und das ist nicht zwingend eine CD oder ein Stick, auch die zu partitionierende oder zu reparierende Festplatte selbst ist geeignet. Beim Starten lädt die PXE-Software dann Parted Magic 6.0 selbstständig aus dem Netz herunter - eine schnelle Internetverbindung ist für eine vernünftige Nutzung unbedingt nötig.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Festplattenverwaltung und Live-CD.

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