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Leser-Bericht: Heike aus Gießen testet den Dell Inspiron Duo
"Noch viel Luft nach oben"

von Heike M. Uhr veröffentlicht

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Heike M. aus Gießen gehört zu den glücklichen Gewinnern der Aktion "Leser testen das Dell Inspiron Duo". Ihrer Meinung nach gibt es beim Mix aus Notebook und Tablet-PC aber noch viel Luft nach oben.

Mitte Februar suchten Dell und netzwelt sechs Leser, die bereit waren den neuen Netbook/Tablet-Mix Dell Inspiron Duo zu testen. Aus unzähligen Zuschriften wurden die glücklichen Gewinner dann Ende Februar ausgewählt. Auf netzwelt schildern Sie nun ihre Eindrücke vom Gerät. An dieser Stelle schildert Heike M. aus Gießen ihre Erfahrungen mit dem ungewöhnlichen Notebook.

Der erste Eindruck: Schickes Design - die trendige Farbe ist natürlich Geschmacksache, aber der Dell Inspiron ist ja auch in reinem Schwarz erhältlich.

Die Verarbeitung ist auch vielversprechend, nichts klappert, lässt sich eindrücken oder sieht aus als ob es mit  äußerster Vorsicht zu genießen ist. Allerdings ist er wie ich finde sehr schwer, zu schwer, für ein Mini-Notebook, für einen Tablet-Computer sowieso. Er liegt aber trotzdem ganz gut in der Hand. Toll, dass es unter einer Abdeckung zwei USB-Ports sowie einen Audioausgang gibt, doch leider war es das dann auch schon. Das Auf- und Zuklappen funktioniert problemlos und das Highlight, den Bildschirm um seine Achse zu Drehen um in Tablestellung zu wechseln, macht auch einen sicheren und stabilen Eindruck.

Das Dell Inspiron Duo als Notebook

- Bedienen/Umgang mit Tastatur: Problemlos, Tasten sind zwar relativ klein aber der Tastenabstand ist sehr gut gewählt und erfüllen damit voll und ganz den Anspruch eines Mini Notebooks. Desweitern ist diese auch äußerst stabil verarbeitet, so lässt sie sich beispielsweise nicht eindrücken, wie es von manch anderen Dell-Produkten bekannt ist.

- Das Mousepad erschien anfangs etwas träge, was heißen soll es hat nicht immer direkt bei einem Doppelklick reagiert, was sich aber nach kurzer Eingewöhnungsphase gelegt hat. Dieses ist übrigens in einem fast fließenden Übergang mit dem Gehäuse integriert, was optisch wirklich was her macht.

Jetzt zu dem eigentlichen Highlight dieses Gerätes…

Das Inspiron Duo als Tablet-PC

- Es ist möglich mit der Dell-Oberfläche zu arbeiten (Internet, Paint, Spiele, Fotos, Videos), der Umgang ist hier problemlos, da die Gestaltung der Symbole sehr großzügig gestaltet ist. Allerdings reagieren die Dell-eigenen Apps recht träge und man muss manchmal recht geduldig sein.

- Desweiteren ist es hier möglich auch zur gewohnten Windows-7-Oberfläche zu wechseln und mit dieser zu arbeiten. Das Öffnen von Programmen gestaltet sich noch problemlos, ebenso das schreiben auf der Touchpadtastatur bringt Freude, da diese sehr übersichtlich, klar gestaltet ist und einwandfrei und recht schnell reagiert.

Will man allerdings Programmintern arbeiten, beispielsweise im WordPad, Internet oder ähnliches, gestaltet sich dies als oberste Geduldprobe. Selbst mir, wo ich sehr kleine und schlanke Finger habe, ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit auf Anhieb Befehle auszuführen, ein Fenster zu minimieren oder zu schließen - und das obwohl bei einer Anzeigen-Einstellung von 125 Prozent gearbeitet wurde (eine größere Einstellung ist leider nicht möglich).

Ich bin ein sehr geduldiger Mensch, aber das war selbst mir teilweise echt zu nervig. Ich war teilweise fast verzweifelt und auf der Suche nach einem versteckten, integrierten Stift wie man es von vielen Handys kennt, doch leider ohne Erfolg. Auch im Online-Shop von Dell habe ich keinen gefunden, ich hätte ihn mir sonst sofort bestellt. Surft man in diesem Modus im Internet, passiert es dadurch eindeutig zu oft, dass man ungewollte Befehle oder die altbekannten lästigen Werbungen oder ähnliches anwählt und ausführt.

Ich habe dies auch von Freunden und Bekannten testen lassen, mit dem Hintergedanken ob es vielleicht einfach nur an meiner Technik liegt, doch leider wurde hierzu meine Ansicht geteilt und bestätigt.

Allgemeines

Ein paar Mal ist es vorgekommen, dass wenn das Gerät in den Ruhestand gefahren wurde, es eeeeewig gedauert hat bis es sich wieder einschalten ließ, zudem wird es in der Zeit des Ruhezustandes extrem warm. Beim ersten Mal als dies auftrat (im Flugzeug) dachte ich schon, es sei kaputt - und das am zweiten Testtag.

Die Position des On/Off Knopfes, an der rechten Außenseite des Gerätes, ist extrem ungünstig gewählt. Arbeitet man in Tablet-Stellung, kann es recht schnell passieren das man versehentlich den PC ausschaltet.

Mich persönlich stört, dass der Lüfter selbst bei einfachen Anwendung immer wieder und sehr laut anspringt, selbst wenn man zum Beispiel nur ein PDF-Dokument liest.

Dell Inspiron Duo im Test

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Der zehn Zoll große Bildschirm lässt sich im Rahmen umdrehen. (Bild: netzwelt)

Arbeitet man in Tablestellung im Vollbildmodus hat man keine Chance diesen zu beenden, zumindest habe ich keine gefunden. Hierfür muss man das Gerät aufklappen und entweder mit dem Mousepad beenden oder Esc drücken. Das Vergrößern/Verkleinern, etwa bei PDF-Dokumenten ist wie gewohnt entweder in der Symbolleiste einstellbar oder mit Hilfe des Touchpads möglich, indem man mit zwei Fingern das Dokument auseinander oder zusammen schiebt. Tolle Spielerei, vor allem bei Fotos. Das lesen an sich ist sehr angenehm, selbst bei längerem lesen bekommt man kein Augenbluten.

Unterwegs arbeiten

Wie ich finde ist das Dell Inspiron Duo ein tolles Gerät, um unterwegs zu arbeiten. Für mich ist es völlig zweckmäßig und ausreichend. Die Programme reagieren meistens schnell und in Notebook-Stellung bringt es wirklich Freude. Was störend ist, dass sich das Display nicht über einen gewissen Winkel hinaus aufklappen lässt, welcher mir nicht ausreichend ist.

Ich habe auch andere Testberichte gelesen, oft schneidet hier das Dell Inspiron Duo nicht gut ab. Teilweise kann ich die Meinungen teilen, wie zum Beispiel beim Gewicht, das es nicht möglich ist einen anderen, stärken Akku zu wechseln, die Webcam nur in Notebook-Stellung anwendbar ist, anscheinend die Apps von Dell manchmal sehr viele Minuten benötigen um geladen zu werden... Ich denke solche Dinge liegen immer im Auge des Betrachters und es kommt auf dessen Ansprüche an.

Verwendet man das Gerät hauptsächlich so wie ich für Unterwegs zum arbeiten an Word-Dokumenten, Lesen von PDF-Dateien, Ebooks und will sich vielleicht auch mal Fotos oder einen Film anschauen, ist es völlig zweckmäßig und ein super Zweit-Gerät. Allerdings ist es ein riesiges Manko, dass die Akkulaufzeit äußerst schwach ist, keine vier Stunden. Soweit ich informiert bin ist es auch nicht möglich den Akku gegen einen stärken zu tauschen - geschweige denn überhaupt auszuwechseln. Das bringt große Enttäuschung.

Abschließend

Tablet-PC und Notebook: Grandiose Idee diese beiden Geräte zu vereinen, doch steckt diese noch in den Kinderschuhen, hier ist die Grenze des Möglichen nach oben wohl noch nicht so schnell erreicht.

Weitere Leser-Tests zum Dell Inspiron Duo finden Sie ebenfalls auf netzwelt:

- Karoline F aus Hamburg berichtet über den "türkisfarbenden Wunderkasten".

- Kalle Kenkel und Frederik Meier aus Hannover nehmen den Inspiron Duo mit auf Reisen.

- Karl-Heinz aus Brühl und seine Enkelin entdecken die Vorzüge eines Touchscreens.

- Alexander aus Offenbach ist sich unsicher: Handelt es sich um ein Tablet oder um ein Notebook?

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Heike M. aus Gießen gehört zu den glücklichen Gewinnern der Aktion "Leser testen das Dell Inspiron Duo". Ihrer Meinung nach ist bei dem Mix aus Notebook und Tablet-PC aber noch viel Luft nach oben.
http://www.netzwelt.de/news/86273-leser-bericht-heike-giessen-testet-dell-inspiron-duo.html
2011-04-13 10:54:26
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