Nach Phishing-Attacke entdeckt

Trauriger Rekord: Frau hortet 3.800 Schädlinge auf ihrem Rechner

Wer im Internet surft, sollte seinen Rechner mit Sicherheitssoftware vor Angriffen aus dem Netz schützen. Diese PC-Binsenweisheit kommt für eine Frau aus dem niedersächsischen Rotenburg nun zu spät: Sie hatte rund 3.800 Viren und Trojaner auf ihrem Rechner.

Wer ohne Schutz im Internet surft, läuft Gefahr sich einen Virus, Wurm oder Trojaner einzufangen. (Bild: sxc.hu)
Wer ohne Schutz im Internet surft, läuft Gefahr sich einen Virus, Wurm oder Trojaner einzufangen. (Bild: sxc.hu)
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Das Ganze kam heraus, nachdem die Frau Anzeige bei der Polizei erstattet hatte. Sie ist auf einen Phishing-Trick hereingefallen und hat 650 Euro verloren. Die Rotenburgerin wurde während des Online-Bankings über ein Popup-Fenster zur Eingabe von 100 Transaktionsnummern (TAN) aufgefordert. Da die Seite laut Angaben der Frau sehr professionell aussah, kam sie der Aufforderung nach. Die Geschädigte stellte dann nach vier Tagen fest, dass 650 Euro von ihrem Konto aus an eine unbekannte Frau überwiesen wurde.

Sicherheitssoftware sei ein "Muss"

Die Polizisten haben die Herkunft der Popup-Seite überprüft und konnten den Absender der Phishing-Abfrage ermitteln. Im Zuge der Untersuchung des Rechners der Rotenburgerin fanden Polizisten rund 3.800 Viren und Trojaner. Auf dem Computer der Frau fehlte eine Antiviren-Software. Die Rotenburger Polizei betont, dass besonders bei Geräten, mit denen Online-Banking durchgeführt wird, eine aktuelle Antiviren-Lösung sowie eine Firewall und Anti-Phishing-Schutz ein "Muss" seien.

In den meisten Fällen gelänge es nämlich nicht, die Täter zu ermitteln, vor allem wenn sie aus dem Ausland operieren. Wenn sich Nutzer nicht von vornherein schützen, könne es teuer werden. Im schlimmsten Fall werde das gesamte Konto abgeräumt und der Kreditrahmen ausgeschöpft, erklärt der Polizeisprecher.

mTANs aktuell im Visier von Angreifern

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BIS) hat Anfang März vor Angriffen auf Smartphones gewarnt. Die Cyberkriminellen haben es dabei auf die so genannten mTANs des Nutzers abgesehen. Eine Übersicht unterschiedlicher Sicherheitsprogramme bietet dieses netzwelt-Wissen. Im Download-Bereich von netzwelt kann eine Vielzahl an Software zum Schutz des PCs heruntergeladen werden.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Sie hat wirklich alle 100 TAN eingegeben? Auf den Trick würde ich ja schon aus reiner Faulheit nicht reinfallen

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