Kontrollmöglichkeit für Studiobetreiber
Immer die richtige Lautstärke: Fraunhofer-Codecs übertragen Audio-Metadaten
Lautstärkeunterschiede zwischen TV-Programmen, Werbung und einzelnen Sendungen gehen vielen Zuschauern gehörig auf die Nerven. Eine Lösung sind Audio-Metadaten. Das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen bietet jetzt eine Unterstützung für die Informationen in AAC-Codecs an. Ähnlich wie ID3-Tags werden die Daten bei der Soundübertragung mitgeliefert.

Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts gibt es in den USA ein Gesetz zur Verwendung einer gleichbleibenden Lautstärke. In Europa wird den Sendebetreibern zwar nichts vorgeschrieben, aber die Europäische Rundfunkunion hat eine Empfehlung herausgegeben. Damit die TV- und Radiounternehmen dem entsprechen können, bieten die Forscher eine Unterstützung von AAC-Metadaten über die von den Forscher entwickelten AAC-Audiocodecs.
Die Metadaten kann man sich ähnlich vorstellen wie ID3-Tags bei Audiodateien. Diese enthalten Informationen zum Künstler, Titel oder Genre. Die AAC-Metadaten enthalten Informationen zur angepassten Audiowiedergabe auf Empfängerseite.
Angepasst an Kodiersysteme
Die AAC-Daten werden von gängigen Fraunhofer AAC-Codecs unterstützt, wie sie etwa beim TV-Standard DVB oder im Radiobereich bei DAB+ eingesetzt werden. Wichtige Metadaten sind etwa unter der Bezeichnung "Dialog Level", "Dynamic Range Control" oder "Downmixing" bekannt.
Fraunhofer bietet seine Technologie als integrierte Audio-Metadatenunterstützung für alle AAC- und High Efficiency-AAC-Encoder und Decoder-Umsetzungen an. Zudem arbeiten die Forscher auch direkt mit Codec-Herstellern im Rundfunkbereich und Chipherstellern zum Einbau in deren Produkte zusammen. Die Forscher waren maßgeblich an der Entwicklung von Audiocodecs beteiligt, wie sie etwa in mobiolen Endgeräten und anderer Multimedia-Produkten eingesetzt werden.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Codecs & Filter hier.
