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Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die LTE-Tarife Angebote von Telekom, Vodafone und O2

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Der UMTS-Nachfolger LTE steht in unterversorgten Gemeinden auf dem Land zur Verfügung. Auch der Ausbau in Städten geht voran. Doch nicht alle Anbieter setzen auf Hochgeschwindigkeit. Netzwelt hat sich die Tarife von Vodafone, der Telekom und O2 näher angeschaut.

Nach der Schließung von Breitbandlücken auf dem Land via LTE starten Telekom, Vodafone und O2 auch den Mobilfunk-Ausbau in den Städten. Die Tempo-Unterschiede der LTE-Tarife sind enorm: Während Vodafone mit hohem Tempo mit bis zu 50 MBit pro Sekunde lockt, bieten die Telekom und O2 nur ein Bruchteil dessen.

Filme in HD-Auflösung genießen, Konsolenspiele in Echtzeit - mit solchen Ankündigungen machten Netzausrüster in der Vergangenheit heiß auf den vermeintlichen UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution). Doch die Realität ist bisweilen ernüchternd: Die Telekom bietet sei Anfang April 2011 ihren LTE-Tarif Call & Surf Comfort via Funk an, seinerzeit "nur" mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 3.000 Kilobit pro Sekunde. Mittlerweile rüstete das Unternehmen auf - die maximal verfügbare LTE-Bandbreite beträgt jetzt bis zu 7.200 Kilobit pro Sekunde.

Angedacht sind eigentlich weit schnellere Breitband-Verbindungen: Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglicht LTE theoretisch das doppelte Tempo herkömmlicher VDSL-Anschlüsse und mehr als das Zehnfache des derzeit modernsten Mobilfunkstandard HSDPA.

Mit dem Label "4G" vermarkten Provider wie Vodafone ihre LTE-Tarife. (Quelle: Vodafone)

Ausbau in den Städten

LTE wurde zunächst genutzt, um auf dem Land Breitbandlücken zu schließen. Die Bundesnetzagentur hatte dies vorgeschrieben, als die Behörde 2010 entsprechende Frequenzen im 800 MHz-Bereich versteigerte. Weil die Provider mit dem Ausbau recht zügig vorankamen, dürfen die Unternehmen ihre Mobilfunknetze in einigen Bundesländern nun auch in den Städten mit LTE ausrüsten und dem Kunden entsprechende Tarife anbieten.

Mitte 2011 startete die Telekom bereits in Köln; der rosa Riese will sein Netz sukzessive in 100 weiteren Städten ausbauen. Auch Vodafone zieht nach und hat ein LTE-Netz in Düsseldorf, umliegenden Städten wie Krefeld und in Teilen Berlins verlegt. Bundesweit erreicht der Provider nach eigenen Angaben rund neun Millionen Haushalte mit der neuen Mobilfunktechnologie. O2 baut sein LTE-Netz in Städten im ersten Quartal 2012 aus, ab dem zweiten Quartal dieses Jahres sollen erste Tarife für Städtebewohner bestellbar sein. Bestätigen konnte der Provider bisher, dass München und Berlin zum Ausbaugebiet gehören.

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5 Kommentare

  • Libollo schrieb Uhr
    AW: Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die ersten LTE-Tarife

    Frage: Warum die Drosselung? Als Freiberuflicher Übersetzer, der derzeit ein Büro für über 300€im Monat anmiettet, nur damit ich schnellen und unbegrenzten (FLAT)Internetzugang habe, ist mir diese Drosselung auf 384 schwer zu verstehen. Kann am 15. des Monats nicht vorrausehen was an Volumen noch auf mich zukommt-Updates etc... Also, warum die Drosselung auf 384 -was ich bis dato daheim habe? Mit einer 384 Leitung kann ich mir die Kugel geben. Ich brauche und wünsche mir den Service auf dem Land, den jeder Städter hat! Sind wir, die auf dem Land leben Bürger 2.Klasse? Frage nochmals: Volumenbegrenzung warum, und weshalb? Wenn ich einamal schnelles Internet habe, warum kann ich , der auf dem Land lebt, nur bis zu 30 GB Volumen erzeugen, und, der, der in der Stadt lebt-unbegrenzt down und uploaden?
  • Olli91 schrieb Uhr
    AW: Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die ersten LTE-Tarife

    Diese Drosselungen werden auch enden müssen, ansonsten wird sich das zu Hause auch nicht als DSL-Ersatz durchsetzen. Für Gelegenheitssurfer brauchbar, ansonsten nicht. Die Frage ist nur, ob die Anbieter das überhaupt als DSL-Ersatz haben wollen. Wenn ich jetzt lese, dass dieser Tage in KÖLN die Telekom ein 4G-Netz eröffnet frage ich mich schon, wo der Bund bleibt. Es hieß doch bei der Frequenzvergabe eindeutig, dass zuerst ländliche Regionen ausgebaut werden müssen. Und soweit ich weiß sind bei allen Anbietern deutschlandweit grade mal ne handvoll Orte mit 4G versorgt. Wieso schreitet da niemand ein? Wenn die sich nicht an Regeln halten müssen ihnen die Frequenzen weggenommen werden, ist doch ganz einfach. Die Telekom bricht damit nämlich ihre eigene Aussage, das 3G-Netz in den Städten halten zu wollen (bzw. per Software upzugraden) und 4G vorerst nur als Homelösung auf dem Land anbieten zu wollen. Wie man sieht, sollen jetzt schon Mobilnutzer angesprochen werden - ich frage mich nur, welche Geräte die benutzen sollen. Auf dem deutschen Markt gibt es nämlich bisher keine. Und der 17"-Notebook-Surfer ist ja wohl eine aussterbende Gattung....
  • geldmann3 schrieb Uhr
    AW: Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die ersten LTE-Tarife

    DAS Die Begrenzung auf eine geringere Surf-Geschwindigkeit im Telekom-Netz begründete ein Sprecher des rosa Riesen gegenüber Focus Online mit dem Hinweis auf die gleichzeitige Nutzung der LTE-Bandbreite von sehr vielen Kunden in den "verkehrsreichen Abendstunden". finde ich gut und fair dem Kunden gegenüber, weil hier nicht mehr versprochen wird, als am Ende geboten werden kann.

    Doch weil die Anbieter ab einem bestimmten Datenvolumen drosseln,

    Die Internetanbieter bezeichnen ihre Datenverbindungen zwar als Flatrate, in der Bezeichnung geht aber unter, dass sowohl die Telekom als auch O2 und Vodafone eine Drosselung in ihre Tarife eingebaut haben. Ab einem, vom jeweiligen Angebot abhängigen Datenvolumen, wird das Tempo auf 1 Megabit oder 384 Kilobit pro Sekunde begrenzt. Schöne neue Mobilfunkwelt. käme solch ein Tarif (Wenn ich nicht schon eine schnelle Verbindung hätte) nicht für mich in Frage. Diese Drosselungen sind für mich ein absolutes NoGo.

    Super Artikel, er zeigt deutlich die aktuellen Vor und Nachteile dieser neuen Technik auf.
  • lalal schrieb Uhr
    AW: Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die ersten LTE-Tarife

    wenigstens werden die nach 10 gb nicht gedrosselt. zu haus hab ich 1,5 fach dsl. das reicht auch für downloads, wenn man den rechener anlässt und ein downloading tool wie z.b. den jdownloader nimmt. man packt ne menge rein und das tool läd automatisch runter.
  • Nord schrieb Uhr
    AW: Breitband per Mobilfunk: So schnell sind die ersten LTE-Tarife

    Da bleiben die Leute mit Mittelalter DSL, auch DSL Light genannt, wieder außen vor.

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Alexander Zollondz
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