Nützliche Hinweise für den Videodreh vor Ort

Ratgeber Videoschnitt: Tipps für den Dreh

Für den Fall, dass Sie Spaß bei der Videobearbeitung hatten und den nächsten Urlaub noch besser dokumentieren wollen, sollten Sie schon beim "Drehen vor Ort" auf ein paar Punkte achten. Da wir uns immer noch im Low- oder No-Budget-Bereich bewegen, verzichten wir auf teure Camcorder und schleppen auch keine Stative oder Videoleuchten mit. Es genügt die schlichte Digicam. Wenn Sie aber einen guten Camcorder und ein Stativ mitnehmen wollen, umso besser.

Windows Movie Maker - Die Arbeitsoberfläche von Windows Live Movie Maker. Links das Vorschaufenster. Das Video wird als Filmstreifen angezeigt. Der grüne Streifen steht für die Audiospur, der hellbraune für Titel und Texteinblendungen.
Die Arbeitsoberfläche von Windows Live Movie Maker. Links das Vorschaufenster. Das Video wird als Filmstreifen angezeigt. Der grüne Streifen steht für die Audiospur, der hellbraune für Titel und Texteinblendungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Schwenken
  2. 2Zoomen
  3. 3Kamerafahrt, Bewegung
  4. 4Raum und Tiefe
  5. 5Horizont
  6. 6Motive
  7. 7Geräusche, Atmo, Stimmen
  8. 8Software für Hobbyfilmer
  9. 9Bücher zum Thema

Bei diesem Artikel handelt es sich um den zweiten Teil der Serie "Ratgeber Videoschnitt". Den ersten Teil finden Sie an dieser Stelle.

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Schwenken

Filmen heißt Bewegung, deshalb schwenken und zoomen viele Hobbyfilmer gerne. Machen Sie bei Schwenks aber vorher eine Probe, so können Sie die richtige Höhe ermitteln und vermeiden, dass ein hochstehendes Objekt Sie zwingt, mitten im Schwenk die Kamera hochzuziehen. Gleichzeitig üben Sie die richtige Körperhaltung ein, so dass die Bewegung einigermaßen ruhig erscheint.

Lassen Sie am Anfang die Kamera etwa drei Sekunden lang stehen, schwenken dann ruhig und gleichmäßig und halten Sie das Bild am Ende wieder drei Sekunden lang. Der Zuschauer hat so am Anfang die Möglichkeit, das Bild erst einmal zu erfassen. Beim Schnitt am PC können Sie immer noch entscheiden, Anfang und Ende rauszuschneiden.

Schwenks erfolgen in der Regel von links nach rechts, das entspricht der natürlichen Sehrichtung des Auges.

Beim Schwenken empfiehlt sich eine Normalbrennweite oder leichtes Weitwinkel. Ist das Objektiv auf Zoom gestellt, wackelt das Bild zu stark, im Weitwinkel gibt es spürbare Verzerrungen.

Zoomen

Zoom ist immer dann angebracht, wenn man das genaue Hinsehen auf ein bestimmtes Objekt, etwa ein Gesicht oder einen interessanten Gegenstand darstellen will. Aber bei Consumer-Digicams ist der Zoom in der Regel nicht zum Filmen geeignet. Die Zooms wirken fahrig und unkontrolliert. Deshalb sollte man die Zoom-Funktion nur selten verwenden. Am besten vorher einmal proben. Den Digital-Zoom-Modus sollte man sowieso abschalten, er verschlechtert die Bildqualität. Weniger problematisch ist das Zurück-Zoomen von der Naheinstellung in die Totale.

Bei Aufnahmen von Gebäuden oder Denkmälern gibt es einen guten Ersatz für das Zoomen. Machen Sie drei Fotos von dem Denkmal, und zwar jeweils aus unterschiedlicher Entfernung und mit leicht veränderter Perspektive. Im ersten Foto knipsen Sie also beispielsweise die Reitergruppe aus der Totalen. Im zweiten Foto gehen Sie so nah heran, dass man nur einen Reiter auf dem Pferd sieht, im dritten Foto sieht man nur Oberkörper und den Kopf. In dieser Reihenfolge hintereinander montiert, demonstrieren die Fotos die Annäherung an das Objekt und die Konzentration auf das interessante Detail.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Videoproduktion hier.

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