Audiobearbeitung mit Open-Source-Tools
Erklärt: Musik und Ton mit Audacity 1.3 bearbeiten
Das Konzept der Open-Source-Gemeinde hat die Herstellung einer PC-Anwendung radikal geändert: Statt die gesamte Entwicklung einem einzigen Hersteller zu überlassen, arbeiten dutzende Firmen und Personen an einem Projekt mit und kümmern sich jeweils um einen bestimmten Teil oder eine bestimmte Funktion, die sie selbst gerne in der Anwendung nutzen möchten. Zusätzlich wird der Quellcode des fertigen Programms für die Öffentlichkeit freigegeben, damit sich neue Personen leicht beteiligen oder leicht nach Fehlern suchen können. Die bekanntesten Open-Source-Projekte sind wohl Linux und das Büropaket OpenOffice.

Inhaltsverzeichnis
- 1Laden und Einrichten
- 2Das Audacity-Fenster
- 3Schneiden und Löschen
- 4Format für den Sound
- 5Fazit
Open-Source-Programme sind aber auch abseits der bekannten Pfade stark: So ist die Software Audacity im Bereich der Audiobearbeitung unterwegs, die jahrelang von kommerziellen Programmen dominiert wurde. In beinahe jeder Linux-Distribution ist Audacity enthalten, grundsätzlich läuft das Paket aber auch unter Windows und Mac OS X. Theoretisch kann es auch unter jedem Unix-Betriebssystem oder den zahlreichen BSD-Derivaten genutzt werden, allerdings wird die Installation dann sehr aufwändig. Aber auch unter den offiziell unterstützten Plattformen kann es mitunter Probleme geben, da der Setup-Assistent nicht perfekt ist.
Laden und Einrichten
Audacity ist als klassisches Open-Source-Programm natürlich kostenlos erhältlich und kann direkt bei netzwelt oder von der Website des Projekt kostenlos geladen werden. Für Windows steht ein komfortabler Einrichtungsassistent zur Verfügung, der ab Windows 2000 funktioniert. Das Programm unterscheidet nicht zwischen den 32-bit- und den 64-bit-Versionen, sodass der Nutzer beim Download sorglos zugreifen kann. Neben Microsoft Windows läuft Audacity unter Mac OS X 10.4 oder einer neueren Fassung: Für das Betriebssystem gibt es auch nur eine einzige Programmdatei, die als sogenanntes Universal Binary auf den alten PowerPC-Prozessoren und den neuen Mac-Modellen mit Intel-CPU gleichermaßen gut arbeitet. Die Installation unter Mac OS X erfolgt wie gewohnt durch das Kopieren der Audacity-Hauptdatei in den Programme-Ordner des Systems.
Für die wichtigsten Linux-Distributionen gibt es außerdem RPM- oder DEB-Pakete von Audacity. Unter beliebigen anderen Unix- oder BSD-Betriebssystemen kann der Nutzer den Quellcode des Programms manuell kompilieren und eine ausführbare Datei erstellen. Eine Hürde sollten die Audacity-Nutzer direkt nach der Installation des Programms nehmen: Im Werkszustand kann das Programm keine Sound-Dokumente im MP3-Format exportieren - dazu ist der sogenannte Lame-Encoder notwendig, der aus lizenzrechtlichen Gründen nicht direkt mit Audacity ausgeliefert werden darf.
Er kann jedoch schnell aus dem Netz geladen werden und auch die Installation ist ein Kinderspiel, zum Beispiel muss unter Windows lediglich die Lame-DLL-Datei in einen beliebigen Ordner kopiert werden. Audacity fragt auf allen Systemen den Nutzer bei der ersten Verwendung einer MP3-Funktion nach dem Speicherort von Lame. Ohne Neustart wird MP3 dann freigeschaltet.
Galerie: Audacity 1.3
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Bild vergrößern Das Hauptfenster des Programms ist sehr übersichtlich, wirkt aber etwas altbacken. (Bild: Netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Mit der Zoom-Funktion können Nutzer sehr präzise beide Audiospuren ansehen. (Bild: Netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern In einem separaten Dialogfenster werden die Meta-Eigenschaften bearbeitet. (Bild: Netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Audacity unterstützt alle wichtigen Formate, u.a. auch MP3 und Ogg Vorbis. (Bild: Netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Für den perfekten Umgang mit MP3 muss der Nutzer den Speicherort des Lame Encoders in den Einstellungen angeben. (Bild: Netzwelt)






