Virgin Oceanic

Vom Weltall in die Tiefsee: Milliardär Branson zeigt neuartiges U-Boot

Vom Weltall in die Tiefsee: Milliardär Branson zeigt neuartiges U-Boot Virgin Oceanic heißt das neue Projekt des britischen Milliardärs Branson. Das gleichnamige neuartige U-Boot soll in jedem der fünf Ozeane der Erde bis zum tiefsten Punkt vordringen. Dabei wird Branson selbst einen der Tauchgänge vornehmen.

In dem U-Boot, das wie ein Flugzeug durchs Meer fliegt, hat eine Person Platz. Die Pläne von Virgin Oceanic sehen vor, dass gleich der erste Tauchgang zum tiefsten Punkt der Erde führen soll. Der Marianengraben befindet sich in rund elf Kilometer Tiefe im Pazifischen Ozean und wurde zuvor 1960 nur einmal kurz besucht.

Werbung

Auf der ersten Fahrt zum Marianengraben

Bei diesem ersten Tauchgang sitzt der amerikanische Segler und Abenteurer Chris Welsh in dem kleinen U-Boot. Welsh wird dabei nicht nur zum Marianengraben vordringen, sondern den Graben auch rund zehn Kilometer entlang "fliegen". Der Marianengraben soll noch in diesem Jahr angesteuert werden. In den nächsten 24 Monaten sollen dann noch vier weitere Ausflüge in die Tiefsee folgen.

Den zweiten Tauchgang will Sir Richard Branson selbst absolvieren. Er möchte mehr als acht Kilometer bis zum Puerto-Rico-Graben im Atlantischen Ozean vordringen. Danach folgen dann noch Ausflüge zu den tiefsten Punkten des Arktischen, des Südlichen und des Indischen Ozeans. Bis auf den kurzen Ausflug zum Marianengraben wurden die Stellen alle nicht erforscht. Insgesamt seien nur drei Prozent des Meeresboden erforscht, heißt es bei Virgin Oceanic. Kein aktuelles U-Boot mit einem Menschen an Bord kann tiefer als 6.500 Meter tauchen.

Virgin Galactic für Weltraum-Tourismus

Das U-Boot wurde von Graham Hawkes entworfen, der dafür neue Technologien und Materialien genutzt hat. Es kann immensem Druck und extremen Temperaturen Stand halten. Außerdem kann es vergleichsweise kostengünstig gebaut werden, wodurch Tiefsee-Tauchgänge zugänglicher werden.

Branson, der Gründer der Plattenfirma Virgin, möchte aber nicht nur die Tiefsee erforschen, sondern hat sich zuvor mit der Raumfahrt beschäftigt. So plant er mit Virgin Galactic ab kommendem Jahr Privatpersonen ins All zu befördern und so Weltraum-Tourismus zu ermöglichen.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Respekt, man mag ja von Multimilliarden schweren Privatfirmen halten, was man will, aber die bringen uns wenigstens voran, was unsere Technologie betrifft!

Kommentieren