Fast elf Kilogramm schwer
Das Notebook wird 30: Im April 1981 kam Osborne 1 auf den Markt
Der erste tragbare Computer für den Massenmarkt hieß Osborne 1. Er steckte in einem Koffer und kam vor 30 Jahren auf den Markt. Allerdings ist tragbar hier relativ zu sehen - der Osborne 1 wog nämlich fast elf Kilogramm und war damit alles andere als leicht zu transportieren.
Als der Osborne 1 im April 1981 in den Handel kam, entwickelte er sich zu einem Verkaufsschlager. Heutzutage kann er von den technischen Merkmalen nicht einmal mehr mit Smartphones mithalten. Der 10,7 Kilogramm schwere Laptop besaß einen fünf Zoll großen Röhrenbildschirm, der Text wurde mit grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund angezeigt.
Diskettenlaufwerke als Speicherlösung
Der Osborne 1 wurde von einem Prozessor angetrieben, der mit einer Geschwindigkeit von vier Megahertz arbeitete. Der Arbeitsspeicher betrug stolze 64 Kilobyte und als Betriebssystem war CP/M 2.2 installiert. Außerdem waren auch einige Programme wie zum Beispiel eines für die Textverarbeitung installiert. Der Laptop verfügte über keine integrierte Speicherlösung, stattdessen standen zwei 5 ¼ Zoll große Disketten-Laufwerke zur Verfügung. Auch eine Batterie gab es nicht, so musste der Osborne 1 immer per Kabel an Strom angeschlossen sein. Der Laptop kostete 1.795 US-Dollar.
Bei den Nutzern kam der Osborne 1 sehr gut an: Innerhalb der ersten acht Monate wurden 11.000 Stück verkauft. Allerdings meldete die Firma bereits 1983 Konkurs an. Die Geschichte, die dahinter steckt, ist auch als der "Osborne-Effekt" bekannt. Ein Grund für das Scheitern der Osborne Computer Corporation soll die zu frühe Ankündigung des Nachfolgemodells gewesen sein. Diese führte dazu, dass der Osborne 1 in Erwartung auf den besseren Nachfolger nicht mehr gekauft wurde. Dadurch fehlte es der Osborne Computer Corporation an Geldern für die Entwicklung eines Nachfolgers.
Tablet-PCs als portable Lösung
Heutzutage gibt es natürlich wirklich tragbare Laptops mit deutlich besserer Leistung für weniger Geld. Der Trend zu mehr Portabilität hat sich zunächst in Netbooks widergespiegelt und zeigt sich jetzt bei den Tablet-PCs. Diese verfügen nur noch über einen touch-fähigen Bildschirm und verzichten im Unterschied zu Netbooks auf eine physikalische Tastatur. Apple hat mit dem iPad den Tablet-Trend ausgelöst.






