Forscher programmieren Software
Kurzfilm der Woche: Gmail Motion - ein Aprilscherz wird Realität
Am 1. April erlaubte sich Google mehrere April-Scherze. Für Erheiterung sorgte dabei die Ankündigung von Gmail Motion. Nutzer sollten künftig das Mail-Programm mit absurden Gesten steuern können und so schneller E-Mails versenden. Forscher der Universität Südkalifornien machen aus dem Spaß nun aber ernst und haben mittels Microsoft Kinect eine eigene Gmail Motion-Software geschrieben.
Das Team um Post-Doktorand Evan Suma entwickelt eigentlich mittels ihrer Software FASST, die auf dem Kinect-Treiber OpenNI basiert, Anwendungen für Bewegungstheraphien oder Rehabilitationszwecke. Als sie aber Googles Aprilscherz sahen, ließen sie es sich nicht nehmen, diesen mittels der Xbox-Bewegungssteuerung Kinect in die Realität umzusetzen. Suma präsentiert im entsprechenden Video die für diesen Zweck abgewandelte Software namens SLOOW und versendet eine Mail, in dem er die von Google frei erfundenen abstrusen Gesten anwendet. Zum Versenden der Mail leckt er sich beispielsweise den Finger, als ob er eine Briefmarke wäre und haut sich dann auf den Oberschenkel.
World of Warcraft mit Gesten steuern
Das Video wurde bei YouTube mittlerweile mehr als 400.000 Mal geklickt - Tendenz steigend. Googles Original-Aprilscherz Video erreichte bislang fünf Millionen Klicks. Der Kurzfilm der Woche ist aber nicht der einzige Clip, mit dem das Team um Evan Suma für Aufsehen sorgt. Der Wissenschaftler erreichte mit einem Video aus dem Dezember vergangenen Jahres, in dem er das Online-Spiel World of Warcraft mit Gesten steuert, über 1,5 Millionen Klicks auf YouTube. Weitere interessante alternative Anwendungsmöglichkeiten von Microsofts Bewegungssteuerung Kinect zeigt dieser netzwelt-Artikel. Weitere Kurzfilme finden Sie ebenfalls auf netzwelt.
