Wegen Tsunami-Katastrophe
Sony Manager: NGP erscheint 2011 nur in Europa, den USA oder Asien
Schlechte Nachrichten für Gamer: Jack Tretton, der Präsident von Sony Computer Entertainment America, hat gegenüber dem Branchendienst Bloomberg erklärt, dass der Playstation Portable Nachfolger mit dem Codenamen "NGP" möglicherweise dieses Jahr nur in Asien, den USA oder Europa und nicht zeitgleich weltweit erscheinen wird.

Als Grund nannte er Produktionsprobleme in Folge des schweren Erdbebens und der Tsunami-Welle in Japan, durch die mehrere Sony-Fabriken beschädigt worden sind. Sony selbst sprach in einer Pressemitteilung Mitte März von rund sieben beschädigten Produktionsstätten. Die Ermittlungen der Schäden in anderen Fabriken halte noch an. Zudem stünden in mehreren Fabriken die Fließbänder aufgrund der fehlenden oder schwankenden Stromversorgung still. Wie Tretton gegenüber Bloomberg angab, gäbe es auch Probleme bei Zulieferern von Komponenten.
Für welchen Markt entscheidet sich Sony?
Ursprünglich wollte Sony den NGP getauften Handheld im Spätsommer 2011 in Japan und anschließend auch in den USA und Europa auf den Markt bringen. Nun wird der Konzern wahrscheinlich in diesem Jahr das Gerät nur in einem Teil der Welt veröffentlichen können. Tretton wollte aber nicht kommentieren, für welchen Markt sich Sony entschieden hat. Die Verspätung gebe aber Entwicklern weltweit die Zeit ihre Programme und Spiele für die NGP fertigzustellen.
Bei Markteintritt muss der NGP sich zwischen starker Konkurrenz behaupten. Nintendos neuer Handheld 3DS ist seit Ende März weltweit erhältlich. Laut Nintendo verkauft sich das Gerät sehr gut, in Europa seien bereits am ersten Verkaufswochenende rund 303.000 Stück über den Ladentisch gegangen. Zudem bieten leistungsstarke neue Smartphones und Tablets ebenfalls die Möglichkeit mobil zu spielen.
