Ab sofort auch für Windows erhältlich

Cyberduck im Test: Das FTP-Programm für Cloud-Experten

Das Betriebssystem Mac OS X ist eine der ausgereiftesten Plattformen überhaupt und steht auf einer Stufe mit Windows 7 oder modernen Linux-Distributionen. Doch ein Makel besteht auch über zehn Jahre nach der ersten Fassung noch: Der Finder in Mac OS X 10.6 kann FTP-Server nur für den Lesezugriff nutzen, bisher ist das Hochladen per File Transfer Protocoll aber nicht implementiert. Diese Aufgabe erledigen Programme wie Cyberduck, die mit einer möglichst nahtlosen Integration in die Mac-Oberfläche punkten wollen.

Cyberduck - Cyberduck zeigt beim Start einige Lesezeichen an, z.B. auch für Google Docs. (Bild: Netzwelt)
Cyberduck zeigt beim Start einige Lesezeichen an, z.B. auch für Google Docs. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mac oder Windows
  2. 2Simples Layout
  3. 3FTP und Sicherheit
  4. 4MobileMe einsetzen
  5. 5Dienste in der Cloud
  6. 6Fazit

Cyberduck hat bei Mac-Nutzern längst Kultstatus erreicht: Die offizielle Versionsgeschichte des Programms reicht bis zum 15.08.2003 zurück, als mit Cyberduck 2.1b2 die erste Cocoa-Version der Anwendung freigegeben wurde. (Zuvor haben die Entwickler auf die Java-Programmiersprache gesetzt.) Mehr als sieben Jahre später ist Cyberduck von einem kleinen Hilfsprogramm zu einer multifunktionalen Lösung für den Transfer beliebiger Dateien gereift - und dabei als Open-Source-Programm unter der GPL-Lizenz stets kostenlos geblieben. Seit Dezember gibt es Cyberduck 4.0 als Beta, im März ist die finale Version erschienen.

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Mac oder Windows

Cyberduck benötigt in der aktuellen Fassung mindestens Mac OS X 10.5 (Leopard) oder Mac OS X 10.6 (alias Snow Leopard). Bisher gibt es noch keine Berichte darüber, ob das Programm die gleichen Probleme mit dem kommenden Mac-Betriebssystem OS X 10.7 (Lion) haben wird, die bei der Freigabe von Snow Leopard zu schwerwiegenden Fehlern - bis zur vollständigen Inkompatibilität einiger Unterversionen - geführt haben. Mit Cyberduck 4.0 gibt es nun endlich auch eine Fassung für das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft: Hier wird mindestens Windows XP, Vista oder Windows 7 vorausgesetzt. Cyberduck macht dabei keinen Unterschied zwischen den 32-Bit- und 64-Bit-Fassungen, es gibt nur einen einzigen Setup-Assistenten.

Dabei ist der Download der Windows-Fassung mit etwa elf Megabyte Größe sogar schneller erledigt als der Bezug der Mac-Version, die knapp 23 Megabyte auf die Waage bringt - obwohl sie ohne den unter Windows üblichen Setup-Assistenten auskommt. Die Mac-Version wird als gewöhnliches DMG-Image ausgeliefert, in dem sich Cyberduck in einer einzigen ausführbaren Datei befindet. Diese muss lediglich in den Programme-Ordner des Systems kopiert werden.

Unter Windows ist etwas mehr Handarbeit für die Einrichtung notwendig: Der Setup-Assistent fragt den Benutzer zunächst danach, ob neben dem Programm auch das Bonjour-Protokoll installiert werden soll. Die Nachrüstung ist häufig nützlich: Bonjour erlaubt es, Dateien und Ordner ohne schwierige Konfiguration direkt zwischen einem PC und Mac auszutauschen. Das geht natürlich nur, sofern beide Rechner im gleichen Netzwerk liegen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und FTP.

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