Auf der Suche nach Einnahmequellen

Neue Strategie: Youtube ködert Hollywood-Stars

Mehr Glanz für das Videoportal: Medienberichten zufolge will Google auf Youtube mit Stars zusammenarbeiten, um die Vermarktung seiner Seiten anzukurbeln. Die von Nutzern generierten Inhalte sollen aber weiterhin die Basis der Plattform bleiben.

George Clooney in einem Werbespot auf Youtube. Ist der Schauspieler auf dem Videoportal demnächst auch in exklusiven Clips zu sehen? Bild: Screenshot
George Clooney in einem Werbespot auf Youtube: Ist der Schauspieler auf dem Videoportal demnächst auch in exklusiven Clips zu sehen? Bild: Screenshot

Amateurvideos reichen offenbar nicht aus. Ein Netzwerk an thematisch sortieren Kanälen rund um Mode, Essen und Videospiele will Google angeblich auf  Youtube aufbauen und dafür nicht mehr auf die Jedermann-Filmchen setzen, sondern mit Hollywood-Stars kooperieren. Das berichtete die britische Financial Times.

Demnach hat der Suchmaschinenanbieter schon die größten Künstleragenturen Hollywoods angesprochen. Sogar eine Gage habe man den Stars angeboten, schreibt das Blatt und beruft sich dabei auf Unternehmenskreise. 

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Bessere Vermarktung

Wird man George Clooney also demnächst auf Youtube beim Einkaufen im Designerladen seines Vertrauens beobachten können? Noch steht nichts genaues fest: Es sei unklar, wie viele Stars oder Künstleragenturen kooperieren, heißt es in dem Bericht. 

Mit der Promi-Partnerschaft hat Google ein klares Ziel vor Augen. Der Suchmaschinenanbieter will sein Videoportal besser vermarkten. Stars sorgen nämlich für mehr Aufmerksamkeit - das könnte den Anzeigenpreis in die Höhe treiben. Zudem sind professionelle Promi-Videos ein besserer Platz, um Werbung zu schalten als Amateurvideos.

Wie werde ich Youtube-Star?

Hintergrund für Googles Pläne ist möglicherweise die finanzielle Situation von Youtube. Schätzungen zufolge setzte das Videoportal 825 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 583 Millionen Euro, mit Werbung  in 2010 um. Doch die Serverkosten sind hoch und auch für Urheberrechte muss Google zahlen. Fraglich ist deshalb, ob Youtube künftig schwarze Zahlen schreibt, wenn das Videoportal so weiter arbeiten würde wie bisher.

In dem Bericht der Financial Times heißt es aber auch, dass die geänderte Strategie keine Abkehr vom so genannten User-generated Content bedeute. Dazu passt, dass Google auf speziellen Veranstaltungen Workshops für Autoren und Kreativen zur erfolgreichen Videoproduktion anbietet. "Wie werde ich Youtube-Star?" heißt einer dieser Events, der demnächst in Berlin stattfindet.

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