Netzwelt testet das Diagramm-Werkzeug OmniGraffle.
OmniGraffle 5 im Test: Die Visio-Alternative für Mac OS X
Für die Bearbeitung eines Organigramms gilt Microsoft Office Visio als das beste Programm, das derzeit für die Windows-Welt verfügbar ist. Mit den zahllosen Vorlagen für Objekte, genannt Shapes, können Nutzer Schaubilder und Zeichnungen für fast jeden denkbaren Zweck erstellen - aber leider nur unter Windows. Ein Mac-Pendant zu Office Visio aus dem Hause Microsoft gibt es bisher nicht. Der Markt für freie Software gibt nur wenige Alternativen her - mit der Ausnahme von OmniGraffle, das genau wie Visio angelegt ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1Standard- und Pro-Version
- 2Praktische Formatvorlagen
- 3Erstellen eines Dokuments
- 4Schablonen und Präsentationen
- 5Dateien: SVG, PDF und Co.
- 6OmniGraffle auf dem Tablet
- 7Fazit
OmniGraffle stammt aus dem Hause der Omni Group, einer US-Firma mit Hauptsitz in Seattle. Im Gegensatz zu anderen Software-Herstellern konzentriert sich die Omni Group ausschließlich auf Mac OS X, das iPhone sowie das iPad, also ausschließlich auf Apple-Produkte. Einige Mitarbeiter der Geschäftsleitung waren nach Firmenangaben schon bei der Firma NeXT angestellt, die von Steve Jobs gegründet wurde und deren Betriebssystem die Basis für das heutige Mac OS X und iOS bildet. OmniGraffle fügt sich nahtlos in das gesamte Produktportfolio der Firma ein und arbeitet gut mit den Schwesteranwendungen, wie der Aufgabenverwaltung OmniFocus, zusammen.
Standard- und Pro-Version
OmniGraffle 5 gibt es aktuell in zwei Editionen: Die Standard-Version bietet grundlegende Funktionen im Bereich der Organigramme. Gegenüber der letzten Version haben die Entwickler das Programm mit einer neuen Layout-Engine, einer deutlich verbesserten Suchfunktion und erweiterten Formatierungsoptionen aufgewertet. Mit einem Lizenzpreis von 79 Euro ist OmniGraffle 5 Standard zwar recht günstig, kann aber keinerlei Dateien im Visio-Format lesen. Für den Import solcher Dokumente ist die Pro-Version notwendig, die mit etwa 150 Euro deutlich teurer ist. Neben der Unterstützung für den Visio-Dateityp bietet sie auch einen SVG-Export und die Konvertierung einzelner Objekte in Tabellen, was die Nachbearbeitung erleichtern soll.
Sowohl OmniGraffle 5 Standard als auch die Pro-Variante benötigen mindestens Mac OS X 10.6.6 oder neuer - der Nutzer sollte vor dem Erwerb eine Systemaktualisierung durchführen. Wer statt Snow Leopard noch das Leopard-Betriebssystem einsetzt, kann OmniGraffle nicht im Mac App Store kaufen, sondern muss das Programm über die Webseite der Omni Group erwerben. Dort gibt es auch eine kostenlose Version zum Testen der Pro-Version, die bis zu 14 Tage nutzbar ist - so können sich potentielle Käufer ein genaues Bild machen, was die Software wirklich leistet. Leider gibt es eine Testversion nicht für die iPad-Variante.


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