Rechtsstreit wegen iTunes

Steve Jobs: Apple-Chef muss vor Gericht aussagen

Apple-Chef Steve Jobs muss vor Gericht eine Aussage machen. Dabei geht es um einen seit mehreren Jahren bestehenden Rechtsstreit um die digitale Rechteverwaltung bei iTunes. Die Klägerseite wirft Apple vor, ein Musik-Download-Monopol geführt zu haben.

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Trotz Auszeit hat Steve Jobs Anfang März das iPad 2 vorgestellt. (Bild: Screenshot)
Trotz Auszeit hat Steve Jobs Anfang März das iPad 2 vorgestellt. (Bild: Screenshot)
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Bereits 2005 reichte iTunes-Kunde Thomas Slattery die Klage gegen Apple ein. Jetzt hat der zuständige Richter Howard R. Lloyd im kalifornischen San Jose den Anwälten der Kläger erlaubt Steve Jobs zu befragen. Allerdings darf die Befragung nicht länger als zwei Stunden dauern und als einziges Thema sind die Software-Änderungen, die Apple im Oktober 2004 durchgeführt hat, zulässig. Die Änderungen haben damals dazu geführt, dass Musik-Dateien von RealNetworks nicht mehr auf iPods abgespielt werden konnten.

Musik-Download-Monopol von 2004 bis 2009

Die Software, um die es im vorliegenden Fall geht, heißt FairPlay. Die digitale Rechteverwaltung sorgte dafür, dass bei iTunes gekaufte Musik nur mit iPods abgespielt werden konnte und nicht mit Geräten anderer Hersteller. Gleichzeitig konnten Musik-Dateien, die über andere Anbieter gekauft wurden, nicht mit Apples MP3-Playern wiedergegeben werden.

RealNetworks hat Mitte 2004 auf die FairPlay-Software reagiert. Mit Hilfe der Technologie namens Harmony sollte Musik, die bei RealNetworks gekauft wurde, auch auf iPods laufen. Apple hat darauf mit Software-Updates reagiert, wodurch die RealNetworks-Dateien nicht mehr auf iPods liefen. Seit 2009 arbeitet Apple nicht mehr mit FairPlay. Die Kläger werfen Apple deshalb vor, zwischen 2004 und 2009 ein Monopol für die Musik-Downloads für iPods geführt zu haben.

Auszeit von Steve Jobs

Steve Jobs darf von der Gegenseite befragt werden, da er laut dem Richter über einzigartiges Wissen aus erster Hand zu dem Streit mit der RealNetworks-Software verfüge. Jobs hat sich wegen gesundheitlicher Probleme Mitte Januar von seiner Führungsposition bis auf weiteres zurückgezogen. Allerdings hat er es sich nicht nehmen lassen das iPad 2 Anfang März persönlich vorzustellen.

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