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Gutes Mittelklassen-Smartphone: Samsung Galaxy Ace im Test
Günstiger Galaxy S-Ableger

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Mit dem Galaxy Ace stellt sich der erste von drei Galaxy S-Ablegern, mit denen Samsung die Mittelklasse und das Einsteigersegment im Smartphone-Bereich besetzen will, dem netzwelt-Test. Abgesehen von der fehlenden Flash-Unterstützung schlägt sich der Galaxy S-Klon gut.

Mit dem Galaxy S brachte Samsung 2010 ein viel beachtetes High End-Smartphone auf den Markt. Im neuen Jahr will der Hersteller diesen Erfolg mit Ablegern des Flaggschiffes auch im Mittelklassen- und Einsteigersegment wiederholen. Mit dem Ace präsentiert der Hersteller dabei schon einmal einen viel versprechenden Galaxy S-Klon.

Optisch besteht bis auf die unterschiedlichen Displaygrößen dabei große Ähnlichkeit zwischen beiden Modellen. Die Unterschiede liegen im Detail: So ist der Home-Button beim Galaxy Ace von einem dünnen silbernen Rahmen umgeben, während beim Galaxy S der Rahmen schwarz ist. Zudem sind wie beim S-Modell beim Ace die beiden Sensoren-Tasten unterhalb des Displays nicht zu erkennen, wenn sie nicht beleuchtet sind. Das erschwert die Bedienung des Handys bei schlechten Lichtverhältnissen.

Rückseite wie beim Galaxy S2

Positiv dagegen: Die Rückseite des Gerätes besteht zwar immer noch nur aus Kunststoff, dieser ist aber wie beim kommenden Galaxy S2 leicht geriffelt. In der Hand fühlt sich das Galaxy Ace damit deutlich besser an als das Galaxy S. Last but not least: Eine ebenfalls praktische Änderung gegenüber dem großen Bruder ist, dass sich der Speicherkarten-Schacht beim Ace an der Geräteseite befindet. So kann die Speicherkarte auch während des Betriebes mühelos gewechselt werden.

Das Galaxy Ace unterstützt microSD-Karten bis zu einer Kapazität von 32 Gigabyte. Eine 2 Gigabyte große Karte liegt dem Smartphone bereits bei, ebenso ein Adapter um die microSD-Karten in einem SD-Kartenleser einsetzen zu können. Die Rückseite ließ sich im Test leicht vom Gehäuse lösen. Sie gibt bei Bedarf den Zugriff auf Akku und Sim-Karten-Schacht frei. Die Rückseite des Gerätes ist allerdings sehr dünn, so dass der Nutzer beim Abnehmen vorsichtig mit ihr umgehen sollte.

Samsung Galaxy Ace

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Das Display des Galaxy Ace ist 3,5 Zoll groß. (Bild: netzwelt)

Der Touchscreen reagierte im Test schnell und genau auf Eingaben, war aber schnell mit hässlichen Fingerabdrücken und Schlieren übersät. Neben der virtuellen Tastatur von Samsung steht es dem Nutzer auch frei Swype zu nutzen. Diese Eingabemethode muss er aber erst in den Einstellungen aktivieren. Sie erleichtert vor allem das Tippen längerer Texte. Die physikalischen Tasten am Gerät waren insgesamt gut zu erreichen, lediglich die Tasten zur Lautstärkeregelung hätte der Hersteller ein Stück weiter oben am Gehäuse anbringen können - Kleinigkeiten.

Prozessor zu Schwach für Froyo

Abstriche müssen Nutzer bei der Hardware machen: Das Super-AMOLED-Display des Galaxy S ist dem Preis zum Opfer gefallen und der Prozessor läuft statt wie beim Serienflaggschiff mit einem Gigahertz nur mit 800 Megahertz. Trotz vorinstalliertem Froyo ist es nicht möglich, Flash-Inhalte im Browser wiederzugeben, da das Ace die Systemanforderungen des Flash Players nicht erfüllt. Dies mindert natürlich den Surfspaß. YouTube-Videos können aber über eine App angeschaut werden. Für gelegentliche Spiele zwischendurch hat das Galaxy Ace genügend Leistung unter der Haube. Angry Birds lief im Test einwandfrei, das etwas aufwendigere Rennspiel Raging Thunder Lite war ebenfalls spielbar. Lediglich vereinzelt kam es hier zu schwachen Rucklern, die aber beim Spielen nicht negativ auffielen.

Der Stromverbrauch bewegte sich beim Ace im üblichen Rahmen für Smartphones. Wird das Galaxy Ace nur wenig genutzt, hält der Akku ein bis zwei Tage. Bei intensiver WLAN-Nutzung kann es dagegen vorkommen, dass das Galaxy Ace schnell nach einer Steckdose verlangt. Samsung selbst gibt die maximale Gesprächszeit in einem 3G-Netz mit sechseinhalb Stunden an. Ob es für das Betriebssystem ein Update auf die aktuelle Version Gingerbread geben wird, ist noch unbekannt. Der Hersteller wird zunächst einige ältere Modelle aktualisieren.

Sprachqualität ausgezeichnet

An der Sprachqualität gab es im Test nichts auszusetzen, die Gesprächspartner waren klar und deutlich zu verstehen - auch in lauter Umgebung. Ein Nachhall oder Rauschen war nicht festzustellen. Auch bei der Musikwiedergabe machte das Galaxy Ace eine gute Figur. Dank Playlist und Equalizer kann es unterwegs auch einmal einen MP3-Player ersetzen.

In Sachen Kamera kann das Galaxy Ace den großen Bruder Galaxy S leicht übertrumpfen. Samsung hat beim Ace der 5-Megapixel-Kamera eine Fotoleuchte spendiert, mit Hilfe dieser lässt sich nicht nur im Dunkeln besser Fotografieren, sondern das Handy auch zur Taschenlampe umfunktionieren. Die Qualität der Kamera ist dabei durchschnittlich. Zwar weisen die Bilder kaum Bildrauschen auf, lassen aber Detailgenauigkeit zumeist vermissen. In Innenräumen aufgenommene Bilder wirkten zudem etwas verschwommen. Video-Aufnahmen sind mit dem Ace auch möglich - allerdings nur mit der maximalen Auflösung von 320 x 240 Pixeln und nicht in HD-Qualität.

Preis

Das Galaxy Ace ist bereits in Deutschland erhältlich. Samsung gibt für das Modell eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 Euro aus. Im Netz gibt es das Smartphone aber bereits Sim-Lock frei ab 260 Euro. Auch die Netzbetreiber Telekom, O2 und Vodafone vertreiben das Galaxy Ace. Bei O2 ist das Smartphone bereits erhältlich, Vodafone und die Telekom nehmen es in den nächsten Wochen in ihr Portfolio auf.

Fazit und Einordnung

Mit dem Galaxy Ace präsentiert Samsung ein solides Smartphone. Hauptmanko ist die fehlende Flash-Unterstützung und die schlecht beleuchteten Sensortasten. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann und ein günstiges Mittelklassen-Smartphone mit Android sucht, kann beim Galaxy Ace bedenkenlos zugreifen. Alternativen sind das Motorola Defy oder wenn es nicht Android sein muss auch Samsungs Wave II.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Galaxy Ace stellt sich der erste von drei Galaxy S-Ablegern, mit denen Samsung die Mittelklasse und das Einsteigersegment im Smartphone-Bereich besetzen will, dem netzwelt-Test. Abgesehen von der fehlenden Flash-Unterstützung schlägt sich der Galaxy S-Klon gut.

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  • chickenwings schrieb Uhr
    AW: Gutes Mittelklassen-Smartphone: Samsung Galaxy Ace im Test

    Leider viel zu wenig interner speicher :-(
  • headset schrieb Uhr
    AW: Gutes Mittelklassen-Smartphone: Samsung Galaxy Ace im Test

    wird leider ohne headset geliefert

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Gutes Mittelklassen-Smartphone: Samsung Galaxy Ace im Test
Gutes Mittelklassen-Smartphone: Samsung Galaxy Ace im Test
Das Galaxy Ace ist Samsungs neues Android-Handy für die Mittelklasse. Ein solider Androide, dem nur die Flash-Unterstützung fehlt.
http://www.netzwelt.de/news/86025-gutes-mittelklassen-smartphone-samsung-galaxy-ace-test.html
2011-03-25 16:49:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/guter-preis-netto-lassen-kauf-aeg-radios-17-euro-sparen-bild-screenshot4833.png
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