Staat soll Betrieb stören

Probleme mit Gmail: Google verdächtigt China

Google kämpft in China mit Problemen bei seinem E-Mail-Dienst Gmail. Seit Monaten berichten Nutzer von Fehlern im Dienst, beispielsweise beim Versenden von E-Mails oder Markieren eingegangener Nachrichten. Einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Guardian" zufolge liegt die Ursache hierfür nicht bei Google - vielmehr handele es sich um eine gezielte Störaktion durch staatliche Stellen.

Die Beziehung zwischen Google und China ist angespannt. (Bild: Screenshot)
Die Beziehung zwischen Google und China ist angespannt. (Bild: Screenshot)

"Das ist eine Blockade durch die Regierung, die wie ein technisches Problem von Gmail aussieht", sagte ein Sprecher des Internetkonzerns der Tageszeitung. Google habe seine Systeme intensiv überprüft, aber keine Probleme feststellen können. Vermutlich sind das Ziel dieser Attacken politische Aktivisten. Chinas Regime fürchtet sich Medienberichten zufolge angesichts der Entwicklungen in Nordafrika vor einer aus dem Netz organisierten Revolution und versuche einer solchen durch Störaktionen vorzubeugen.

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Im vergangenen Monat sollen laut einem Bericht des Guardian dutzende Aktivisten verhaftet worden sein, die einem anonymen Aufruf im Netz zur so genannten Yasmin-Revolution gefolgt waren.

Der nächste Streit mit China

Es ist nicht das erste Mal, dass Google und China aneinander geraten. Im Januar 2010 kündigte Google nach einem chinesischen Hacker-Angriff auf das Unternehmen an, sich nicht mehr den Zensurmaßnahmen der Regierung unterwerfen zu wollen. Das China-Geschäft wurde auf den Prüfstand gestellt und Suchanfragen aus China kurzfristig auf die Google Server in Hong Kong umgeleitet, die keiner Zensur unterworfen sind. Das missbilligte wiederum die chinesische Regierung, erst im Juli konnten beide Parteien eine Einigung erzielen. Google ist in China seit 2006 aktiv, allerdings besitzt der Konzern hier kein Quasi-Monopol wie in anderen Teilen der Welt.

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