Für iOS, Android und WP7

Handy im Alltag: Die besten Scanner-Apps im Überblick

Moderne Smartphones haben nicht nur den separaten MP3-Player aus dem digitalen Alltag verdrängt, sondern setzen auch klassischen Fotoapparaten zu. Zwar kommt die Optik im iPhone, Nexus One und Co. lange nicht an professionelle digitale Kameras heran, die Modelle im unteren Preissegment können sie aber schon gut ersetzen. Die Bildqualität der Handys ist bei Tageslicht meist ausreichend, solange nicht gezoomt werden soll oder besonders schwierige Lichtverhältnisse herrschen. Mit steigender Qualität der Kameras stellt sich die Frage, ob die Foto-Funktion möglicherweise sogar einen Scanner ersetzen kann. Netzwelt stellt Apps vor, die genau dies zum Ziel haben.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Dokumente und Formate
  2. 2iOS und Genius Scan
  3. 3Praktische Bibliothek
  4. 4Für Android und WP7
  5. 5Nur für Visitenkarten
  6. 6Fazit
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Dokumente und Formate

Bisher ist niemand auf die Idee gekommen, Dokumente mit der Kamera zu digitalisieren, da sich damit - im Gegensatz zum Scanner - die Perspektive der aufgenommenen Seite nicht richtig halten lässt. Das Foto einer Seite ist praktisch immer schief, im Gegensatz zum Scan-Ergebnis. Eine Korrektur war bislang nur durch die manuelle Nachbearbeitung am Rechner möglich - doch nun geht das auch direkt mit dem Handy, da das iPhone und andere Geräte über einen ausreichend leistungsfähigen Prozessor verfügen. Dieser kann Fotos so drehen, dass es aussieht, als wäre das Handy exakt im richtigen Winkel zum Papier positioniert.

iOS und Genius Scan

Für das Fotografieren von Belegen gibt es zahlreiche Miniprogramme im Apple App Store - und derzeit wird die App namens Genius Scan (kostenlos) sogar direkt auf der Startseite der Plattform besonders herausgestellt. Genius Scan ist knapp vierzig Megabyte groß, leider nur in Englisch verfügbar und zeigt nach dem Laden die beiden Hauptfunktionen in Form kleiner Symbole: Ein Fingertip auf die Kamera aktiviert umgehend die Optik des iPhone oder iPad, um eine neue Seite aufzunehmen. Nachdem der Benutzer den Auslöser gedrückt hat, beginnt eine automatische Erkennung der Ränder des Bildinhalts - und im Regelfall zeigt die App Genius Scan nach einigen Sekunden ein Raster, das durchaus schon gut platziert aussieht.

In einem kurzen netzwelt-Test lief diese automatische Erkennung nur dann präzise ab, wenn sich Hintergrund und Vordergrund deutlich unterschieden haben - also beispielsweise eine weiße Tank-Rechnung auf dem schwarzen Schreibtisch lag. Gefällt dem Benutzer der Vorschlag des Miniprogramms nicht, kann er die Ränder für das Zuschneiden auch selbst festlegen: Mit dem Finger werden die virtuellen Ecken des Scanner-Rasters dann möglichst genau auf die physischen Ecken des Dokuments gezogen - das ist auf dem hochauflösenden Retina-Display im iPhone 4 nicht immer ganz einfach. Nach der erfolgreichen Platzierung genügt ein Druck auf den Verarbeitungsknopf, um das eigentliche Kunststück des Programms zu starten: Genius Scan errechnet das rechteckige Ursprungsformat des Originals und dreht den ausgeschnittenen Bereich entsprechend.

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